Material und Aufbau von Dachsteinen
Dachsteine sind industriell gefertigte Dachelemente mit definierter Form, Falzung oder Überdeckung und abgestimmten Verlegeabständen. Sie werden auf einer Lattung verlegt und bilden zusammen mit den Anschluss- und Formteilen die äussere wasserableitende Schicht des geneigten Dachs. Je nach Produkt sind Profilierung, Oberflächenstruktur und Farbgebung unterschiedlich ausgeprägt, was sowohl das Deckbild als auch die Detailausbildung beeinflusst.
Typische Einsatzbereiche auf geneigten Dächern
Dachsteine kommen bei Wohnbauten, Nebengebäuden und weiteren Hochbauten mit geneigten Dachflächen zum Einsatz. Sie eignen sich für Neubauten ebenso wie für Dachsanierungen, sofern Tragwerk, Unterdach und Lattungsaufbau auf das gewählte System abgestimmt werden. Bei Sanierungen ist besonders zu prüfen, wie Anschlüsse, Durchdringungen, Dachfenster und bestehende Randabschlüsse in das neue Decksystem eingebunden werden.
Formen, Oberflächen und Systembestandteile
Innerhalb der Kategorie gibt es flachere und stärker profilierte Dachsteine sowie unterschiedliche Deckbreiten und Decklängen. Neben den Standardsteinen gehören passende Formteile zum System, etwa für First, Grat, Ortgang, Lüftung, Schneefang oder Durchgänge. Die Auswahl betrifft daher nicht nur die sichtbare Dachfläche, sondern auch die Vollständigkeit des Systems und die saubere Ausbildung aller Funktionsstellen.
Abgrenzung zu Dachziegeln, Metall, Schiefer und Faserzement
Dachsteine sind von Dachziegeln durch das Material und die produktspezifische Geometrie zu unterscheiden, auch wenn beide als kleinteilige Deckelemente auf geneigten Dächern eingesetzt werden. Gegenüber Metall-, Schiefer- oder Faserzementdeckungen unterscheiden sie sich im Deckprinzip, in der optischen Wirkung und in den verfügbaren Systemteilen. In der Hierarchie der Dacheindeckungen gehört die Leistung daher zur Auswahl nach Material und nicht zu allgemeinen Dacharbeiten oder zu anderen Gebäudehüllen.