Operative Abfertigung von Luftfrachtsendungen
Air Handling deckt die praktischen Abläufe rund um die Luftfracht ab. Dazu gehören je nach Auftrag die Annahme von Sendungen, die Identifikation und Zuordnung, die Zwischenlagerung, die Vorbereitung für die Luftbeförderung sowie die Übergabe an nachgelagerte Stellen. In vielen Fällen sind auch Sendungsdaten, Verpackungszustand und Begleitunterlagen Teil der operativen Prüfung.
Einsatz an Export-, Import- und Transitschnittstellen
Im Export beginnt Air Handling meist vor der Übergabe an die Airline oder an eine luftseitig angebundene Abfertigungsstelle. Im Import betrifft die Leistung die Übernahme nach der Ankunft, die kurzfristige Bereitstellung und die Weitergabe an Empfänger, Lager oder Strassentransport. Im Transit werden Sendungen innerhalb enger Zeitfenster umgeschlagen und für den Weitertransport neu disponiert.
Teilbereiche nach Sendungsart und Prozessanforderung
Air Handling kann für Standardfracht, palettierte Ware oder andere spezialisierte Sendungen unterschiedlich organisiert sein. Bei sensiblen Gütern richten sich Lagerung, Handhabung und Übergabe nach den Eigenschaften der Ware und den jeweils anwendbaren Vorgaben. Je nach Anbieter liegt der Schwerpunkt auf Exportabfertigung, Importabfertigung, Transitabwicklung oder auf einzelnen Schnittstellenprozessen innerhalb des Luftfrachtflusses.
Abgrenzung zu Frachtführung, Verteilzentren und Zollfreilagern
Air Handling ist nicht mit der Frachtführung gleichzusetzen. Frachtführung steuert den Transportverlauf, während Air Handling die operative Bearbeitung der Sendung an der Luftfracht-Schnittstelle übernimmt. Von Umschlagzentren und Verteilzentren unterscheidet sich die Leistung durch den klaren Bezug zur Luftfrachtabfertigung; von Zollfreilagern durch den Fokus auf Handling statt auf zollrechtliche Lagerfunktionen. Value-Added Services wie Umpacken oder Etikettieren können ergänzend vorkommen, stehen aber nicht im Kern der Leistung.