Funktionsprinzip von Dauermagneten in mechanischen Baugruppen
Permanentmagnete speichern ihre magnetische Wirkung im Werkstoff und geben sie ohne externe Energiequelle ab. In mechanischen Systemen werden sie dort verwendet, wo eine konstante magnetische Kraft oder ein stabiles Magnetfeld benötigt wird. Entscheidend für die Wirkung sind unter anderem Form, Grösse, Luftspalt, Gegenmaterial und die Anordnung im Bauteil. Auch Streufelder, Abschirmung und die Demagnetisierungsfestigkeit können für die Auslegung relevant sein.
Typische Anwendungen in Förder-, Handling- und Lagersystemen
In der Intralogistik kommen Dauermagnete in Halte- und Positionierelementen, bei magnetischen Abscheidern, in Kupplungen sowie in Sensor- oder Schaltanwendungen vor. Sie werden genutzt, wenn ferromagnetische Teile geführt, fixiert oder aus Materialströmen getrennt werden sollen. Auch in kompakten Baugruppen mit begrenztem Bauraum sind sie verbreitet, weil keine elektrische Ansteuerung erforderlich ist. Die Eignung hängt dabei stets vom Fördergut, von der Taktung und von den Sicherheitsanforderungen der Anlage ab.
Werkstoffe und Bauformen von Permanentmagneten
Gängige Magnetwerkstoffe sind Ferrit, Neodym-Eisen-Bor, Samarium-Kobalt und AlNiCo. Sie unterscheiden sich unter anderem in Magnetstärke, Temperaturverhalten, Korrosionsbeständigkeit und Kostenstruktur. Je nach Einbauzweck werden Dauermagnete als Scheiben, Ringe, Blöcke, Stäbe oder in topfförmigen Gehäusen ausgeführt. Neben dem Werkstoff beeinflussen auch Beschichtungen, mechanische Befestigung und die Kombination mit Polschuhen oder Trägerteilen die spätere Funktion.
Abgrenzung zu Elektromagneten und Spezialmagneten
Dauermagnete erzeugen ein dauerhaftes Magnetfeld und benötigen im Betrieb keine Energieversorgung. Damit unterscheiden sie sich von Elektromagneten, deren Magnetwirkung nur bei bestromter Spule entsteht und gezielt ein- oder ausgeschaltet werden kann. Spezialmagnete gehen über die Standardfunktion von Dauermagneten hinaus und beziehen sich meist auf besondere Geometrien, Werkstoffkombinationen oder anwendungsspezifische Anforderungen. Innerhalb der Hierarchie unter Magnete steht diese Leistung somit für permanent wirkende Magnetlösungen, nicht für aktiv geschaltete oder stark spezialisierte Magnetsysteme.