Was mit Datenbanken in der Logistik gemeint ist
Eine Datenbank verwaltet Informationen so, dass sie gezielt erfasst, geändert, gesucht und ausgewertet werden können. Im logistischen Umfeld betrifft das unter anderem Aufträge, Sendungen, Lagerbestände, Artikelstammdaten, Standorte, Touren, Fahrzeuge oder Serviceereignisse. Zur Leistung gehören typischerweise Datenmodellierung, Datenpflege, Zugriffsrechte, Schnittstellen und die Sicherstellung einer nachvollziehbaren Datenstruktur.
Typische Einsatzbereiche im Transport- und Logistikbetrieb
Datenbanken werden eingesetzt, wenn viele zusammenhängende Datenbestände parallel genutzt werden müssen. Dazu zählen etwa Disposition und Sendungsverfolgung, Lagerverwaltung, Fahrzeugverwaltung, Ersatzteilbestände, Wartungshistorien oder die Auswertung von Prozessdaten. Sie ermöglichen, dass verschiedene Anwendungen auf denselben Datenbestand zugreifen, ohne dass Informationen mehrfach und widersprüchlich geführt werden.
Datenbanken für Instandhaltungs- und Logistik-Komponenten
Innerhalb der Leistung lassen sich Datenbanken für Instandhaltungs-Komponenten und Datenbanken für Logistik-Komponenten unterscheiden. Erstere fokussieren auf Anlagen, Fahrzeuge, Bauteile, Wartungsintervalle, Störungsmeldungen und Ersatzteile. Datenbanken für Logistik-Komponenten beziehen sich stärker auf Lagerplätze, Artikel, Sendungen, Behälter, Touren, Umschlagpunkte oder Bestandsbewegungen. In der Praxis werden beide Bereiche oft verbunden, wenn operative Logistik und technische Verfügbarkeit zusammen betrachtet werden.
Abgrenzung zu BDE, Software und Systemen
Betriebsdatenerfassung (BDE) beschreibt in erster Linie das Erfassen von Zuständen, Zeiten oder Mengen; die Datenbank ist das strukturierte Zielsystem für diese Informationen. Software nutzt Datenbanken, ist aber nicht mit ihnen gleichzusetzen, da die Anwendung nur eine von mehreren Zugriffsschichten darstellt. Systeme bezeichnen meist die übergeordnete IT-Lösung mit Hardware, Anwendungen und Schnittstellen. Im Verhältnis zu CIM-Technologie liegt der Schwerpunkt bei Datenbanken auf Speicherung und Datenmodell, nicht auf der gesamthaften Integration von Produktions- und Informationsabläufen.