Was Flurfördermittelwaagen erfassen
Flurfördermittelwaagen messen das Gewicht von Lasten, die mit einem Flurfördermittel aufgenommen und bewegt werden. Die Wägefunktion ist dabei in das Fördermittel integriert oder als passende Wägeeinheit ausgeführt. Im Unterschied zu einer stationären Waage erfolgt die Verwiegung dort, wo die Ware bewegt wird. Das ist vor allem dann relevant, wenn einzelne Transporte, Kommissionierungen oder Wareneingänge ohne zusätzlichen Fahrweg dokumentiert werden sollen.
Typische Anwendungen in Lager und Umschlag
Eingesetzt werden Flurfördermittelwaagen in Lagern, Umschlagbereichen, Produktionslogistik und Versandzonen. Sie eignen sich für das Kontrollwiegen von Paletten, die Prüfung von Liefermengen, das Zusammenstellen von Sendungen oder die interne Bestandsführung nach Gewicht. Auch bei Waren mit häufig wechselnden Stellplätzen sind mobile Wägepunkte sinnvoll, weil das Fördermittel selbst zum Messmittel wird.
Ausführungen nach Fördermittel und Einsatzfall
Die konkrete Ausführung richtet sich nach dem verwendeten Flurfördermittel und dem Arbeitsprozess. Üblich sind Lösungen für manuelle oder elektrische Hubwagen sowie für weitere fahrbare Fördergeräte im innerbetrieblichen Transport. Je nach System stehen einfache Gewichtsanzeigen, dokumentierende Ausführungen oder Anbindungen an Lager- und Warenwirtschaftsprozesse im Vordergrund. Für die Auswahl sind unter anderem Lastbereich, Handhabung, Umgebungseinflüsse und gewünschte Prozessintegration relevant.
Abgrenzung zu Staplerwiegesystemen und Kranhakenwaagen
Innerhalb der Leistung "Waagen" bezeichnen Flurfördermittelwaagen einen breiten Bereich von mobilen Wägelösungen an Flurfördergeräten. Davon zu unterscheiden sind Staplerwiegesysteme, die speziell auf Gabelstapler und deren Lastaufnahme ausgelegt sind. Kranhakenwaagen arbeiten hingegen mit hängender Last am Hebezeug und nicht mit aufliegenden Lasten auf einem Flurfördermittel. Die Abgrenzung ist deshalb vor allem von der Art des Trägergeräts und der Lastaufnahme abhängig.