Funktionsprinzip von Luftkissensystemen
Das System führt Druckluft in Luftkissenelemente ein, sodass zwischen Last und Boden ein tragender Luftfilm entsteht. Dadurch reduziert sich die Reibung deutlich, und hohe Gewichte lassen sich mit vergleichsweise geringer Zug- oder Schubkraft verfahren. Die Last bleibt dabei bodennah und wird nicht wie bei einem Zug oder einer Winde über Distanz gehoben, sondern leicht angehoben, um auf der Luftschicht zu gleiten.
Typische Einsätze bei innerbetrieblichen Lastenbewegungen
Luftkissensysteme werden für Maschinenumzüge, das Einbringen schwerer Aggregate, die Positionierung von Produktionsanlagen oder das Verschieben grosser Bauteile in Werkhallen verwendet. Sie eignen sich besonders für flächige Lasten auf ebenen, tragfähigen und möglichst geschlossenen Bodenoberflächen. In engen Platzverhältnissen oder bei empfindlichen Transportgütern kann die kontrollierte, langsame Verlagerung am Boden zweckmässiger sein als der Einsatz von Fahrwerken mit Rollen.
Bauformen und Systemaufbau
Je nach Anwendung kommen einzelne Luftkissen, modulare Lasttransportsysteme oder Plattformlösungen mit mehreren Tragelementen zum Einsatz. Die Systeme unterscheiden sich unter anderem in der Lastverteilung, in der Art der Führung und in der Einbindung der Druckluftversorgung. Für komplexe Transporte werden Luftkissensysteme oft mit Zugmitteln, Führungsrahmen oder zusätzlichen Hilfsmitteln zum Anheben und Ausrichten kombiniert.
Abgrenzung zu anderen Hebemitteln
Innerhalb der Hebemittel nehmen Luftkissensysteme eine Sonderstellung ein: Sie dienen primär dem horizontalen Bewegen am Boden. Drucklufthebemittel, Hydraulikhebemittel, Elektrokettenzüge oder Elektroseilzüge sind dagegen für eigentliche Hubvorgänge ausgelegt. Auch von Manipulatoren und Vakuum-Hebegeräten unterscheiden sich Luftkissensysteme klar, weil sie Lasten nicht greifen oder frei führen, sondern auf einem Luftfilm über eine geeignete Bodenfläche verlagern.