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Magnetfutter

Magnetfutter halten Werkstücke ohne mechanische Spannbacken, sondern über magnetische Haltekraft. Sie werden für ferromagnetische Bauteile eingesetzt, wenn eine freie Bearbeitungsfläche und eine gleichmässige Auflage erforderlich sind. Innerhalb der Futter sind sie auf Werkstücke ausgerichtet, die sich magnetisch spannen lassen und bei denen eine punktuelle Klemmung nachteilig wäre.

Wie Magnetfutter Werkstücke halten

Das Werkstück wird durch ein Magnetfeld auf der Spannfläche fixiert. Die Haltekraft hängt unter anderem vom Werkstoff, von der Materialdicke, von der Auflagefläche und von der magnetischen Durchgängigkeit des Bauteils ab. Gute Ergebnisse setzen eine saubere, plane Kontaktfläche voraus. Bei Bearbeitungen mit seitlichen Kräften werden Magnetfutter häufig mit Anschlägen oder Positionierelementen ergänzt, damit das Werkstück nicht verrutscht.

Typische Anwendungen in der Bearbeitung

Magnetfutter werden vor allem dort eingesetzt, wo die Werkstückoberseite weitgehend frei zugänglich bleiben soll. Häufige Anwendungen sind Schleifarbeiten an ebenen Teilen, das Spannen von Platten, Ringen oder flachen Bauteilen sowie wiederkehrende Auflegearbeiten in der Feinbearbeitung. Sie eignen sich besonders für Serien mit ähnlichen Werkstückgeometrien oder für Bearbeitungsschritte, bei denen mechanische Spannmittel die zugängliche Fläche einschränken würden.

Bauarten und Ausführungen von Magnetfuttern

Üblich sind Permanent-, elektromagnetische und elektropermanente Magnetfutter. Daneben unterscheiden sich Magnetfutter in ihrer Form, etwa als rechteckige oder runde Ausführung, sowie in der Polanordnung. Feinpolige Systeme sind für kleinere Kontaktflächen und dünnere Werkstücke geeignet, gröbere Polteilungen eher für grössere Querschnitte. Welche Ausführung passt, richtet sich nach Werkstückgeometrie, Bearbeitungsverfahren und den auftretenden Kräften.

Abgrenzung zu Drehfutter, Spannfutter und Spannzangenfutter

Magnetfutter gehören innerhalb der Futter zu den Spannlösungen ohne mechanische Klemmbacken. Im Unterschied zu Drehfuttern und allgemeinen Spannfuttern erfolgt die Fixierung nicht über radialen Klemmdruck, sondern flächig über Magnetkraft. Spannzangenfutter sind auf Schäfte und rotationssymmetrische Teile ausgelegt, während Magnetfutter vor allem flächige ferromagnetische Werkstücke aufnehmen. Schnellwechselfutter dienen in erster Linie dem raschen Wechsel einer Aufnahme; Magnetfutter lösen dagegen die eigentliche Spannaufgabe über das magnetische Halteprinzip.

0 Anbieter

Die folgende Übersicht zeigt Anbieter im Bereich Magnetfutter. Gelistet sind Unternehmen aus dem Umfeld von Spannmitteln, Werkzubehör und maschinennaher Werkstückaufnahme.
Unter dieser Leistung wurde noch kein Anbieter eingetragen.

Fragen & Antworten zu Magnetfutter

  • Für welche Werkstoffe sind Magnetfutter geeignet?

    Für ferromagnetische Werkstoffe, also Materialien, die sich magnetisieren lassen. Bei nicht magnetisierbaren Werkstoffen sind sie nicht geeignet.

  • Wann ist ein Magnetfutter ungeeignet?

    Wenn das Werkstück zu wenig magnetische Auflagefläche bietet, sehr dünn ist, starke Querkräfte auftreten oder der Werkstoff nicht magnetisch ist.

  • Was ist der Unterschied zwischen Permanent- und elektromagnetischen Magnetfuttern?

    Permanent-Magnetfutter arbeiten ohne dauerhafte Stromversorgung beim Halten. Elektromagnetische Systeme erzeugen die Haltekraft elektrisch.

  • Kann ein Magnetfutter ein mechanisches Spannfutter vollständig ersetzen?

    Nein. Es ist nur für geeignete Werkstoffe und Geometrien sinnvoll. Bei vielen Dreh-, Greif- oder Zentrieraufgaben bleiben mechanische Futter die passende Lösung.


Weitere Leistungen unter
Futter

  • Drehfutter
  • Schnellwechselfutter
  • Spannfutter
  • Spannzangenfutter

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Leistung: Magnetfutter: Einsatz, Bauarten und Abgrenzung
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