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Pressen und Schmiedemaschinen

Pressen und Schmiedemaschinen formen Metall durch gezielt aufgebaute Druckkraft. Sie kommen zum Einsatz, wenn der Umformvorgang mit definierter Krafteinleitung, reproduzierbarem Hubverlauf und geführter Werkzeugbewegung ausgelegt werden muss. Innerhalb der Schmiedetechnik unterscheiden sie sich damit grundlegend von Hämmern, bei denen die Umformung schlagartig erfolgt.

Umformprinzip bei Pressen in der Schmiedetechnik

Bei Pressen wird das Werkstück zwischen Werkzeugen unter Druck umgeformt. Die Krafteinleitung erfolgt nicht als Schlag, sondern über einen geregelten Presshub. Dadurch lassen sich Umformweg, Werkzeugschluss und Belastungsverlauf genauer führen. In der Praxis betrifft dies unter anderem Gesenkschmiedungen, Kalibrieroperationen und bestimmte Freiformprozesse, bei denen eine kontrollierte Verformung gefordert ist.

Typische Anwendungen in Schmiedebetrieben

Pressen und Schmiedemaschinen werden für die Herstellung von Rohlingen, Vorformteilen und endnahen Schmiedeteilen eingesetzt. Typische Einsatzbereiche sind das Gesenkschmieden mit hohem Formbezug, das Freiformschmieden grösserer Querschnitte sowie Umformschritte wie Vorstauchen, Strecken oder Kalibrieren. Relevant sind sie dort, wo Werkstofffluss, Wiederholgenauigkeit und Werkzeugführung über mehrere Hübe oder definierte Pressfolgen gesteuert werden sollen.

Bauarten und maschinelle Ausprägungen

Zu den üblichen Ausprägungen zählen hydraulische Schmiedepressen, mechanische Pressen und Spindelpressen. Die Bauart beeinflusst unter anderem die Art der Kraftbereitstellung, den Bewegungsablauf des Stössels und die Eignung für bestimmte Umformaufgaben. Zusätzlich unterscheiden sich Maschinen nach Auslegung für Warmumformung, nach Werkzeugaufnahme, nach Automatisierungsgrad sowie nach Integration in Linien mit Handhabung, Erwärmung oder Entgratung.

Abgrenzung zu Hämmern und spezialisierten Schmiedemaschinen

Innerhalb der Hierarchie unter Hämmer und Schmiedemaschinen bildet diese Leistung den Bereich der druckbasierten Umformmaschinen ab. Sie grenzt sich von Dampfhämmern, Drucklufthämmern sowie Elektrohämmern dadurch ab, dass nicht die Schlagenergie, sondern die Presskraft und der geführte Hubverlauf im Vordergrund stehen. Feinschmiedemaschinen sind stärker auf präzise, werkstückspezifische Schmiedeteile ausgelegt, während mehrstufige Schmiedeautomaten ganze Umformfolgen automatisiert abbilden. Pressen und Schmiedemaschinen bezeichnen dagegen den breiteren Maschinenbereich für druckgeführte Schmiedeprozesse.

0 Anbieter

Die folgende Übersicht zeigt Anbieter von Pressen und Schmiedemaschinen innerhalb des beschriebenen Maschinenbereichs. Je nach Unternehmen liegt der Schwerpunkt auf einzelnen Pressenbauarten, Schmiedeverfahren oder Automatisierungslösungen.
Unter dieser Leistung wurde noch kein Anbieter eingetragen.

Fragen & Antworten zu Pressen und Schmiedemaschinen

  • Worin liegt der Hauptunterschied zwischen Schmiedepressen und Schmiedehämmern?

    Schmiedepressen arbeiten mit aufgebauter Druckkraft und geführtem Hub, Schmiedehämmer mit schlagartiger Energieeinleitung.

  • Für welche Umformaufgaben werden Pressen besonders eingesetzt?

    Vor allem für Gesenkschmieden, Freiformschmieden, Vorformen, Stauchen, Strecken und Kalibrieren.

  • Welche Bauarten sind bei Schmiedepressen verbreitet?

    Typisch sind hydraulische Pressen, mechanische Pressen und Spindelpressen.

  • Sind Feinschmiedemaschinen dasselbe wie Pressen und Schmiedemaschinen?

    Nein. Feinschmiedemaschinen sind ein spezialisierter Teilbereich mit Fokus auf bestimmte Präzisions- und Serienanwendungen.


Weitere Leistungen unter
Hämmer und Schmiedemaschinen

  • Dampfhämmer und Drucklufthämmer
  • Elektrohämmer und elektropneumatische Hämmer
  • Feinschmiedemaschinen
  • Gebrauchtmaschinen
  • Schmiedeautomaten, mehrstufig
  • Sonstige Schmiedemaschinen und Stauchmaschinen

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Leistung: Pressen und Schmiedemaschinen | Metallbranche
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