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Dosierpumpen

Dosierpumpen fördern flüssige oder pastöse Medien in genau festgelegten Mengen in Prozesse der Kunststoffverarbeitung. Sie kommen zum Einsatz, wenn Additive, Farbmittel, Hilfsstoffe oder Reaktionskomponenten reproduzierbar zugegeben werden müssen. Im Unterschied zu allgemeinen Förderpumpen steht bei Dosierpumpen die definierte Abgabemenge pro Zeit, Takt oder Charge im Vordergrund.

Definierte Medienzugabe in Kunststoffprozessen

Eine Dosierpumpe ist auf die kontrollierte Förderung kleiner bis mittlerer Mengen ausgelegt. Entscheidend ist nicht nur der Transport des Mediums, sondern die möglichst konstante und wiederholbare Dosierung in den Prozess. Je nach Anwendung wird die Fördermenge manuell eingestellt oder über eine übergeordnete Steuerung geregelt. Relevante Kriterien sind unter anderem Viskosität, Druckverhältnisse, Temperatur, chemische Beständigkeit und das gewünschte Dosierverhalten.

Typische Anwendungen bei Extrusion, Compoundierung und Hilfsstoffzugabe

In der Kunststoffbranche werden Dosierpumpen dort eingesetzt, wo flüssige Zusatzstoffe gezielt eingebracht werden. Dazu gehören etwa die Zugabe von flüssigen Additiven in Extrusions- und Compoundierprozesse oder die dosierte Versorgung von Prozessschritten mit Hilfsmedien. Auch bei Misch- und Aufbereitungsaufgaben können sie Teil einer präzisen Medienzufuhr sein. Die konkrete Ausführung richtet sich nach Medium, Dosiermenge und Einbindung in die Linie.

Bauarten und Auslegung nach Medium und Prozessanforderung

Dosierpumpen sind in verschiedenen Bauarten erhältlich, etwa für niedrigviskose, viskose, empfindliche oder chemisch anspruchsvolle Medien. Je nach Prinzip unterscheiden sie sich bei Fördercharakteristik, Pulsation, Druckfestigkeit und Wartungsaufwand. Für die Auswahl sind unter anderem Dosierbereich, Materialverträglichkeit, Ansaughöhe, Schnittstellen zur Steuerung und Reinigbarkeit relevant. In kontinuierlichen Prozessen ist zudem wichtig, wie gleichmässig die Fördermenge über längere Laufzeiten gehalten werden kann.

Abgrenzung zu Dosieranlagen, Förderpumpen und anderen Pumpensystemen

Dosierpumpen sind einzelne Pumpen für die genaue Medienabgabe, während Dosieranlagen meist aus mehreren Komponenten wie Behälter, Steuerung, Sensorik und Austragseinheiten bestehen. Gegenüber Förderpumpen oder Transferpumpen liegt der Fokus nicht auf hohem Durchsatz oder reinem Materialtransport, sondern auf der definierten Menge. Fasspumpen dienen vor allem der Entnahme aus Gebinden, nicht der präzisen Prozessdosierung. Im Umfeld der Kunststoffverarbeitung unterscheiden sich Dosierpumpen zudem von Dosierwaagen, die feste Stoffe oder Granulate gewichtsbezogen dosieren.

0 Anbieter

Die folgenden Unternehmen bieten Dosierpumpen im Umfeld der Kunststoffbranche an. Die Einträge können sich nach Bauart, Medium und Integrationsgrad unterscheiden.
Unter dieser Leistung wurde noch kein Anbieter eingetragen.

Fragen & Antworten zu Dosierpumpen

  • Für welche Medien werden Dosierpumpen in der Kunststoffbranche eingesetzt?

    Vor allem für flüssige und pastöse Medien wie Additive, Farbmittel oder prozessbezogene Hilfsstoffe.

  • Was ist der Unterschied zwischen einer Dosierpumpe und einer Dosieranlage?

    Die Dosierpumpe ist die eigentliche Fördereinheit. Eine Dosieranlage umfasst zusätzlich Behälter, Steuerung, Sensorik und oft weitere Komponenten.

  • Wann reicht eine normale Förderpumpe nicht aus?

    Wenn nicht nur gefördert, sondern eine klar definierte Menge reproduzierbar in den Prozess eingebracht werden muss.

  • Welche Faktoren sind bei der Auswahl einer Dosierpumpe besonders relevant?

    Wesentlich sind Medium, Viskosität, chemische Beständigkeit, gewünschte Fördermenge, Druckbereich und die Anbindung an die Prozesssteuerung.


Weitere Leistungen unter
Fördertechnik, Lagertechnik und Transporttechnik

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