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Fliesspressen (GMT)

Fliesspressen (GMT) bezeichnet das Pressen von glasmattenverstärkten Thermoplasten in einem beheizten Werkzeug. Das vorgelegte Halbzeug wird erwärmt, unter Druck umgeformt und fliesst dabei in die Kavität. Das Verfahren ist auf thermoplastische Verbundwerkstoffe mit faserverstärkter Struktur ausgelegt und unterscheidet sich damit klar von allgemeinen Pressverfahren für ungefüllte Kunststoffe oder Duroplaste.

Wie Fliesspressen mit GMT funktioniert

Ausgangspunkt sind GMT-Halbzeuge oder zugeschnittene Vorformen. Diese werden auf Verarbeitungstemperatur gebracht und anschliessend in ein Presswerkzeug eingelegt. Beim Schliessen des Werkzeugs verteilt sich das Material unter Druck in der Form, bildet Konturen, Rippen oder lokale Verstärkungsbereiche aus und erstarrt beim Abkühlen wieder zu einem formstabilen Bauteil. Entscheidend sind dabei das Fliessverhalten des erwärmten Materials, die Werkzeugauslegung und die Lage der Faserverstärkung im Bauteil.

Typische Bauteile und Einsatzkontexte

Das Verfahren wird für flächige bis dreidimensionale Formteile eingesetzt, bei denen ein thermoplastischer Verbundwerkstoff mit mechanischer Belastbarkeit und vergleichsweise kurzer Umformzeit gefragt ist. Typische Anwendungen sind Struktur- und Verkleidungsteile, Träger, Abdeckungen oder technische Formteile mit integrierten Versteifungen. Geeignet ist Fliesspressen insbesondere dann, wenn grössere Bauteilflächen, funktionale Geometrien und eine reproduzierbare Formgebung kombiniert werden sollen.

Materialaufbereitung, Zuschnitte und Werkzeugauslegung

Die Ausprägung des Verfahrens hängt stark von der Form des eingesetzten GMT-Halbzeugs ab. Relevant sind unter anderem Zuschnittsgeometrie, Materialverteilung vor dem Pressen, Aufheizstrategie sowie die Positionierung im Werkzeug. Je nach Bauteilgeometrie kann das Werkzeug so ausgelegt werden, dass Material gezielt in bestimmte Bereiche fliesst oder Einleger mitgeformt werden. Auch Wanddickenübergänge, Durchzüge und Verstärkungszonen beeinflussen die Auslegung von Charge und Werkzeug.

Abgrenzung zu anderen Pressverfahren

Innerhalb der Pressverfahren ist Fliesspressen (GMT) auf thermoplastische, meist faserverstärkte Halbzeuge ausgelegt, die im Werkzeug gezielt umgeformt und verteilt werden. Gegenüber Formpressen oder Spritzpressen steht hier nicht die allgemeine Verarbeitung beliebiger Pressmassen im Vordergrund, sondern die Formgebung eines spezifischen Verbundhalbzeugs. Vom Pressen von Duroplasten unterscheidet sich das Verfahren durch die thermoplastische Werkstoffbasis. Gegenüber Pultrudieren oder Strangziehen handelt es sich nicht um ein kontinuierliches Profilverfahren, sondern um die diskontinuierliche Herstellung einzelner Formteile.

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In der folgenden Firmenliste sind Anbieter für Fliesspressen (GMT) im Kontext der Kunststoffverarbeitung aufgeführt. Die Einträge lassen sich nach Spezialisierung und Leistungsprofil einordnen.
Unter dieser Leistung wurde noch kein Anbieter eingetragen.

Fragen & Antworten zu Fliesspressen (GMT)

  • Wofür steht GMT beim Fliesspressen?

    GMT steht für glasmattenverstärkte Thermoplaste. Gemeint sind thermoplastische Halbzeuge mit faseriger Verstärkung.

  • Ist Fliesspressen (GMT) ein kontinuierliches Verfahren?

    Nein. Es handelt sich um ein diskontinuierliches Pressverfahren für einzelne Formteile.

  • Welche Materialform wird beim Fliesspressen verarbeitet?

    Üblich sind erwärmte GMT-Halbzeuge, Zuschnitte oder Vorformen, die in das Werkzeug eingelegt und dort umgeformt werden.

  • Wie unterscheidet sich Fliesspressen von Duroplast-Pressen?

    Beim Fliesspressen (GMT) werden thermoplastische Verbundhalbzeuge verarbeitet. Duroplast-Pressen basiert auf einem anderen Werkstoffverhalten und einer anderen Aushärtungslogik.


Weitere Leistungen unter
Pressen

  • Formpressen, Spritzpressen
  • Pressen Duroplaste
  • Pressen von Platten (Schichtstoffe, Thermoplaste, Verbunde)
  • Pultrudieren, Strangziehen
  • Vakuumpressverfahren

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Leistung: Fliesspressen (GMT): Verfahren und Einordnung
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