Wie Silikonpressen arbeiten
Silikonpressen erzeugen Druck auf Kartuschen oder Folienbeutel, damit Dichtstoff über eine Düse als gleichmässige Raupe austritt. Je nach Ausführung erfolgt der Vorschub von Hand, über Akkuantrieb oder über Druckluft. Für saubere Fugen ist nicht nur die Presskraft relevant, sondern auch die Dosierbarkeit beim Starten, Führen und Stoppen des Materialflusses.
Typische Anwendungen im Holzbereich
Im Holzbereich werden Silikonpressen für Anschluss- und Bewegungsfugen an Fenstern, Türen, Zargen, Innenverkleidungen und Einbaumöbeln verwendet. Sie kommen auch bei Übergängen zwischen Holz und Glas, Metall oder mineralischen Bauteilen zum Einsatz. Neben klassischem Silikon werden je nach Anwendung auch Acryl- oder andere pastöse Dicht- und Klebstoffe verarbeitet, sofern Werkzeug und Gebinde dafür ausgelegt sind.
Ausführungen nach Antrieb und Gebinde
Üblich sind manuelle Silikonpressen für einzelne oder kleinere Arbeiten, akkubetriebene Geräte für wiederkehrende Anwendungen sowie pneumatische Modelle für konstante Serienarbeiten. Bei den Aufnahmen wird zwischen Kartuschenpressen und Systemen für Folienbeutel unterschieden. Offene, halboffene oder geschlossene Bauformen beeinflussen Handhabung, Stabilität und Eignung für unterschiedliche Materialien.
Abgrenzung zu anderen Pistolen und Spritzapparaten
Innerhalb der Kategorie Pistolen und Spritzapparate sind Silikonpressen auf das Ausbringen pastöser Dichtstoffe ausgelegt. Im Unterschied zu Farbspritzen und Lackspritzen oder allgemeinen Spritzpistolen wird das Material nicht zerstäubt, sondern als Strang abgegeben. Blaspistolen fördern Luft, Schmelzklebepistolen verarbeiten erhitzten Klebstoff, und der Begriff Presspistolen ist meist breiter gefasst als Silikonpressen, die sich konkret auf Fugen- und Dichtstoffarbeiten beziehen.