Funktion und Einsatzprinzip von Handheftmaschinen
Handheftmaschinen sind handgeführte Befestigungsgeräte, die Klammern mit zwei Schenkeln in den Untergrund treiben. Dadurch lassen sich weiche, dünne oder bahnförmige Werkstoffe auf Holz oder Holzwerkstoffplatten anbringen, ohne dass jedes Verbindungsmittel einzeln ausgerichtet werden muss. Die Verbindung ist in erster Linie für befestigende und fixierende Aufgaben gedacht, nicht für hoch belastete tragende Anschlüsse.
Typische Anwendungen in der Holzbranche
Verwendet werden Handheftmaschinen unter anderem im Möbelbau, Innenausbau, Verpackungs- und Kistenbau sowie in der Polsterverarbeitung. Sie eignen sich zum Befestigen von Stoffen, Folien, dünnen Platten, Abdeckmaterialien oder leichten Holzwerkstoffen. Auch bei Montage- und Ausbauarbeiten kommen sie zum Einsatz, wenn Materialien rasch und mit wiederholbarer Setzfolge angebracht werden sollen.
Geräteausführungen und Klammerformate
Handheftmaschinen unterscheiden sich vor allem nach Antriebsart, Bauform und dem verarbeiteten Klammertyp. Je nach Ausführung arbeiten sie mechanisch, elektrisch, akkubetrieben oder mit Druckluft. Relevant sind zudem Magazinbauart, mögliche Klammerlängen sowie die Abstimmung auf Materialstärke und Untergrund, damit die Klammern sauber gesetzt werden und das Werkstück nicht unnötig beschädigt wird.
Abgrenzung zu Handnagelmaschinen und anderen Handmaschinen
Innerhalb der Elektrowerkzeuge und Handmaschinen gehören Handheftmaschinen zu den Geräten für schnelle mechanische Befestigungen mit Klammern. Im Unterschied zu Handnagelmaschinen setzen sie keine einzelnen Nägel, sondern Klammern, die flächige oder flexible Materialien besser fassen können. Von Handleimauftragsgeräten oder Handpressen unterscheiden sie sich dadurch, dass die Verbindung unmittelbar mechanisch erfolgt und nicht durch Klebstoff oder Pressdruck.