Aufbau und Eigenschaften von Hartmetallwerkzeugen
Hartmetall ist ein sehr harter Sinterwerkstoff, der für Schneiden mit hoher Verschleissfestigkeit verwendet wird. Bei Holzwerkzeugen kommt Hartmetall als aufgelötete Schneide, als Wendeschneidplatte oder als Vollhartmetall-Ausführung vor. Die hohe Härte verbessert die Standzeit, verlangt aber eine passende Werkzeugaufnahme, saubere Führung und einen Einsatz ohne unnötige Schlagbelastung.
Typische Anwendungen in der Holzbearbeitung
Hartmetallwerkzeuge werden in der Holzverarbeitung dort eingesetzt, wo gleichbleibende Schnittqualität und reduzierte Schneidenabnutzung gefragt sind. Typische Anwendungen sind das Zuschneiden von Holzwerkstoffen, das Fräsen von Kanten und Profilen, Bohren in beschichteten Platten sowie Bearbeitungen auf stationären Maschinen und CNC-Anlagen. Besonders bei Materialien mit Leimfugen, Beschichtungen oder hoher Dichte bleibt die Schneideigenschaft länger erhalten als bei einfacheren Schneidstoffen.
Bauformen und Ausprägungen
Im Sortiment finden sich hartmetallbestückte Kreissägeblätter, Fräser, Bohrer, Wendemesser und andere Schneidwerkzeuge für definierte Bearbeitungsschritte. Die Ausführung richtet sich nach Material, Vorschub, Schnittbild und Maschine. Üblich sind unterschiedliche Schneidengeometrien, Zahnformen und Befestigungssysteme, je nachdem ob grober Abtrag, saubere Kanten, präzise Nuten oder profilierte Konturen gefordert sind.
Einordnung innerhalb der Basiswerkzeuge
Innerhalb der Basiswerkzeuge beschreibt Hartmetallwerkzeuge nicht primär eine Arbeitsmethode, sondern den eingesetzten Schneidstoff. Damit unterscheiden sie sich von Geschwisterleistungen wie Hobel, Stemmwerkzeuge oder Schleifwerkzeuge, die nach Funktion und Bearbeitungsprinzip gegliedert sind. Ein Hartmetallwerkzeug kann je nach Bauart als Säge-, Fräs- oder Bohrwerkzeug eingesetzt werden; die Kategorie bündelt also Werkzeuge mit hartmetallbasierter Schneide für die Holzbearbeitung.