Funktion von Umreifungsgeräten bei Holzprodukten
Beim Umreifen wird ein Band um ein Packstück oder eine Ladeeinheit gelegt und mit definierter Spannung fixiert. Dadurch bleiben einzelne Elemente zu einem handhabbaren Gebinde zusammengefasst, und die Ware kann mit Stapler, Hubwagen oder Fördertechnik bewegt werden. Je nach Ausführung erfolgt der Verschluss durch Verschweissen, Verpressen oder andere bandabhängige Verfahren.
Typische Anwendungen in Sägewerk, Holzhandel und Versand
Umreifungsgeräte werden eingesetzt, wenn Holzprodukte in gleichmässigen Paketen gelagert oder transportfähig gemacht werden müssen. Typische Anwendungen sind die Bündelung von Brettern, Kanthölzern, Latten, Parkettelementen oder Holzwerkstoffplatten. Auch bei palettierten Sendungen dienen sie dazu, die Ladung zu stabilisieren und einzelne Packlagen zusammenzuhalten.
Gerätearten und betriebliche Ausführungen
Je nach Prozess kommen einfache Handgeräte, akkubetriebene mobile Geräte oder stationäre Maschinen zum Einsatz. Handgeführte Lösungen eignen sich für wechselnde Formate oder dezentrale Arbeitsplätze, während stationäre Systeme bei wiederkehrenden Packstücken in den Materialfluss integriert werden können. Die Wahl der Ausführung hängt unter anderem von Bandmaterial, Packstückgrösse, Takt und Mobilitätsbedarf ab.
Abgrenzung zu anderen Verpackungsmaschinen
Innerhalb der Verpackungsmaschinen dienen Umreifungsgeräte der Fixierung und Bündelung, nicht der vollständigen Umhüllung oder Verdichtung des Materials. Schrumpffolienverpackungsautomaten verpacken Packstücke mit Folie, während Verpackungshalbautomaten und Verpackungsvollautomaten weitergehende Verpackungsabläufe abdecken können. Ballenpressen und Brikettierpressen gehören ebenfalls nicht zur Umreifung, da sie Materialreste verdichten statt verkaufs- oder versandfertige Holzwaren zu sichern.