Drehzahlregelung und Motoransteuerung mit Frequenzumformern
Ein Frequenzumformer speist einen Motor nicht direkt mit fixer Netzfrequenz, sondern erzeugt eine an die Anwendung angepasste Ausgangsfrequenz und Spannung. Dadurch lassen sich Drehzahlbereiche, Beschleunigungs- und Verzögerungsrampen sowie weitere Antriebsparameter definieren. Je nach Ausführung können auch Schutz- und Überwachungsfunktionen für den Antrieb eingebunden werden.
Typische Anwendungen in Holzbearbeitungsmaschinen und Nebenaggregaten
In Holzbearbeitungsanlagen kommen Frequenzumformer unter anderem bei Vorschubaggregaten, Rollenbahnen, Querförderern, Absaugventilatoren, Pumpen oder Dosier- und Vereinzelungseinheiten vor. Sie werden eingesetzt, wenn Materialfluss, Bearbeitungsgeschwindigkeit oder Luftleistung an wechselnde Betriebszustände angepasst werden sollen. Auch bei Nachrüstungen älterer Anlagen sind sie relevant, wenn bestehende Antriebe flexibler betrieben werden sollen.
Auslegung nach Motor, Lastprofil und Einbausituation
Für die Auswahl sind der verwendete Motortyp, das Lastverhalten und die erforderliche Regelgenauigkeit massgebend. Ebenfalls relevant sind Montageort, Kühlung, Schutz gegen Staubbelastung sowie die Einbindung in Schaltschrank oder dezentrale Maschinenbereiche. In holzverarbeitenden Betrieben ist zudem zu prüfen, wie der Frequenzumformer mit vorhandenen Sensoren, Bedienelementen und Schnittstellen zusammenarbeitet.
Abgrenzung zu Steuerungen und anderen Komponenten der Anlagenelektrik
Frequenzumformer regeln primär den einzelnen Antrieb oder definierte Motorgruppen. Sie unterscheiden sich damit von elektronischen Steuerungen für Holzbearbeitungsanlagen, die Abläufe, Achsen, Bedienung und Maschinenzustände koordinieren. Gegenüber Batterien, Generatoren, Kabeltrommeln oder Energiezuführungen stehen nicht Energieversorgung oder Energieübertragung im Vordergrund, sondern die variable Ansteuerung elektrischer Motoren.