Wie Kompressoren im Druckluftsystem arbeiten
Ein Kompressor saugt Umgebungsluft an, verdichtet sie auf den erforderlichen Druck und stellt sie dem Druckluftsystem zur Verfügung. Je nach Aufbau wird die Druckluft direkt an Verbraucher abgegeben oder zunächst in einem Behälter zwischengespeichert. Für den praktischen Einsatz sind nicht nur der erreichbare Druck, sondern vor allem die tatsächlich verfügbare Luftmenge und das Verhalten bei wechselnder Last relevant.
Einsatzbereiche in Schreinereien und Holzverarbeitung
In Holzbetrieben versorgen Kompressoren unter anderem Druckluftwerkzeuge, Spann- und Hubfunktionen, Reinigungsdüsen oder einzelne Prozessschritte in Maschinen. Auch bei Oberflächenarbeiten, etwa bei spritztechnischen Anwendungen, wird Druckluft eingesetzt. Der Bedarf unterscheidet sich je nach Betrieb deutlich: Eine Werkstatt mit sporadischem Werkzeugbetrieb stellt andere Anforderungen als eine Fertigung mit mehreren gleichzeitig laufenden Verbrauchern.
Bauarten und Auswahlkriterien
Gebräuchlich sind vor allem Kolbenkompressoren und Schraubenkompressoren. Kolbenkompressoren werden häufig für kleinere oder unregelmässige Bedarfe eingesetzt, während Schraubenkompressoren eher für kontinuierlichere Lastprofile in Frage kommen. Für die Auswahl sind unter anderem Liefermenge, Druckbereich, Einschaltdauer, Geräuschentwicklung, Platzbedarf sowie die gewünschte Luftqualität im nachgelagerten Prozess zu berücksichtigen.
Abgrenzung zu Aufbereitung, Verteilung und Verbrauchern
Kompressoren sind die Erzeuger der Druckluft. Druckluftaufbereitungsgeräte und Druckluftfilter behandeln die erzeugte Luft weiter, etwa im Hinblick auf Feuchtigkeit, Ölanteile oder Partikel. Druckluftversorgungen betreffen die Verteilung im Betrieb, beispielsweise Leitungsführung und Entnahmestellen. Druckluftgeräte und Druckluftwerkzeuge sind hingegen die Verbraucher, die die bereitgestellte Druckluft für eine konkrete Funktion nutzen.