Funktion in beweglichen Holzkonstruktionen
Gasfedern unterstuetzen das Anheben und Absenken von Bauteilen durch eine definierte Gegenkraft. Wippmechanismen erzeugen oder fuehren eine Kipp- oder Schwenkbewegung, etwa bei aufklappenden Fronten oder geneigten Funktionsteilen. Fuer die Auslegung sind Gewicht, Hebelverhaeltnisse, Einbaulage, Oeffnungswinkel und die gewuenschte Bewegungscharakteristik des Holzelements massgebend.
Typische Einsatzbereiche bei Moebeln und Ausbauelementen
Eingesetzt werden diese Komponenten unter anderem bei Oberschrankklappen, Sitztruhen, Revisionsdeckeln, Stauraumloesungen, ausklappbaren Arbeitsflaechen oder Praesentationsmoebeln. Auch bei verkleideten Einbauten mit Serviceoeffnungen kommen sie zum Einsatz, wenn eine Front sicher offen gehalten oder gedampft bewegt werden soll. Im Unterschied zu rein statischen Einbauteilen dienen sie nicht der blossen Befestigung, sondern der gefuehrten Bewegung eines Holzbauteils.
Ausfuehrungen und konstruktive Unterschiede
Je nach Anwendung kommen Gasfedern mit reiner Oeffnungsunterstuetzung, mit Haltefunktion oder mit gedampfter Endbewegung in Frage. Wippmechanismen koennen als einfache Kippbeschlaege, gefuehrte Hebelsysteme oder als verdeckt integrierte Loesungen ausgefuehrt sein. Relevant sind dabei der verfuegbare Bauraum, die Montagepunkte, der Bewegungsablauf sowie die Abstimmung mit Scharnieren, Beschlaegen und dem Materialaufbau des Holzelements.
Einordnung innerhalb der Einbau- und Montageelemente
Gasfedern und Wippmechanismen gehoeren innerhalb der Einbauelemente und Montageelemente zu den funktionalen Bewegungskomponenten. Sie unterscheiden sich von Aufhaengevorrichtungen, die vor allem Lasten aufnehmen oder Bauteile tragen, und von Seilrollen, die Bewegungen ueber Seile oder flexible Medien fuehren. Gegenueber elektrotechnischen Einbaugeraeten erfuellen sie keine elektrische Funktion, sondern loesen Bewegungs- und Bedienaufgaben an Holzbauteilen.