Funktion von Förderbändern in Fördersystemen
Ein Förderband übernimmt die eigentliche Materialbewegung auf einer definierten Strecke. Es läuft über Rollen oder Trommeln und transportiert Güter liegend, geführt oder mit strukturierten Oberflächen auch auf geneigten Abschnitten. Je nach Auslegung eignet sich ein Band für Stückgut, lose Materialien oder empfindliche Werkstücke, bei denen eine gleichmässige und flächige Auflage benötigt wird.
Typische Anwendungen in der Holzverarbeitung
In holzverarbeitenden Betrieben kommen Förderbänder entlang von Bearbeitungs-, Sortier- und Verpackungslinien vor. Sie werden unter anderem für Bretter, Leisten, Holzwerkstoffplatten, Zuschnitte, Palettenware sowie für Nebenprodukte wie Späne oder Restholz verwendet. Entscheidend ist dabei, ob das Material formstabil, staubig, feucht, abrasiv oder unterschiedlich gross ist, da dies Einfluss auf Bandoberfläche, Führung und Reinigung hat.
Ausführungen nach Material, Oberfläche und Aufbau
Förderbänder unterscheiden sich unter anderem durch Bandmaterial, Oberflächenstruktur, Dicke, Zugträger und Verbindungsausführung. Je nach Fördergut sind glatte, profilierte oder mit Mitnehmern versehene Bänder sinnvoll; auch rutschhemmende oder leicht zu reinigende Oberflächen kommen vor. Für die Auswahl relevant sind Belastung, Bandgeschwindigkeit, Temperaturbereich, Feuchtigkeit, Staubbelastung sowie die Frage, ob das Band als Endlosband oder mit mechanischer Verbindung eingesetzt wird.
Abgrenzung zu Transportbändern, Montagebändern und Förderketten
Förderbänder bezeichnen in dieser Hierarchie das Band als Zubehör- oder Verschleissteil innerhalb einer Förderanlage. Sie sind von Transportbändern abzugrenzen, wenn dort eher die Transportfunktion oder komplette bandbasierte Förderstrecken im Vordergrund steht. Gegenüber Montagebändern dienen sie nicht primär getakteten Arbeitsplätzen oder Montageprozessen, sondern der Materialförderung. Im Unterschied zu Förderketten, Gleitrostbändern oder Gleitrostketten arbeiten sie mit einer geschlossenen Bandfläche statt mit ketten- oder rostbasierten Tragelementen.