Was bei der Werkzeugschärferei bearbeitet wird
Im Mittelpunkt stehen Werkzeuge mit Schneiden, die in der Holzbearbeitung Material trennen, fräsen, hobeln oder bohren. Beim Schärfen werden verschlissene Schneiden nachbearbeitet, Beschädigungen an der Schneidkante soweit möglich entfernt und die Funktionsfähigkeit des Werkzeugs wiederhergestellt. Je nach Werkzeugtyp sind dabei Rundlauf, Schneidenbild und die Einhaltung der vorhandenen Geometrie relevant, weil sie das Bearbeitungsergebnis direkt beeinflussen.
Typische Anlässe in Schreinerei, Zimmerei und Serienfertigung
Eine Werkzeugschärferei wird meist dann benötigt, wenn Werkzeuge unsauber schneiden, mehr Druck erfordern oder an Werkstücken Brandspuren, Ausrisse oder ungleichmässige Oberflächen entstehen. In Schreinereien betrifft das häufig Fräser, Kreissägeblätter und Bohrwerkzeuge, in der Zimmerei eher gröbere Trenn- und Bearbeitungswerkzeuge, in der industriellen Fertigung zusätzlich Werkzeuge mit engeren Toleranzanforderungen. Auch bei regelmässig eingesetzten Werkzeugsätzen gehört das Nachschärfen zum laufenden Unterhalt.
Unterschiede nach Werkzeugart und Schneidstoff
Der Aufwand und das Schärfverfahren hängen von Aufbau und Material des Werkzeugs ab. Gerade Werkzeuge wie Hobelmesser unterscheiden sich in der Bearbeitung von profilgebenden Fräsern oder kreisförmigen Sägeblättern. Hinzu kommen Unterschiede bei Schneidstoffen und bei Werkzeugen mit einfachen oder komplexen Schneidengeometrien. Deshalb wird die Schärfbarkeit in der Praxis nach Werkzeugtyp, Verschleissbild und verbleibender Nutzungsreserve beurteilt.
Abgrenzung zu anderen Dienstleistungen in der Holzbranche
Innerhalb der Holzbranche gehört die Werkzeugschärferei zu den weiteren Dienstleistungen und nicht zur eigentlichen Fertigung oder Oberflächenbearbeitung. Im Unterschied zu Reparaturen an Maschinen oder Werkzeugaufnahmen steht hier nicht das Aggregat, sondern die Schneide des Werkzeugs im Fokus. Gegenüber Leistungen wie Zuschnittservice, Keilzinken oder Pulverbeschichten bearbeitet die Werkzeugschärferei keine Werkstücke oder Bauteiloberflächen, sondern die eingesetzten Bearbeitungswerkzeuge selbst.