Reinigung belasteter Prozessluft
Abluftreinigungsanlagen sind auf die Zusammensetzung der Abluft und auf die betrieblichen Luftmengen ausgelegt. Sie können Partikel abscheiden, Aerosole reduzieren oder gasförmige Bestandteile aus der Abluft entfernen beziehungsweise umwandeln. Die Anlage wird in der Regel an bestehende Absaug-, Lüftungs- oder Prozesssysteme angebunden und auf Temperatur, Feuchte und Stoffbelastung der Abluft abgestimmt.
Einsatz in Holzverarbeitung, Beschichtung und Verklebung
Typische Einsatzbereiche liegen dort, wo Abluft nicht nur erfasst, sondern vor der Ausleitung behandelt werden muss. Dazu gehören zentrale Abluftströme aus Schleif- und Bearbeitungsprozessen, Abluft aus Beschichtungs- und Trocknungsbereichen sowie Abluft aus Leim-, Harz- oder anderen stoffintensiven Verfahren. Auch bei kombinierten Produktionslinien mit mehreren Emissionsquellen werden Abluftreinigungsanlagen als nachgeschaltete Stufe eingesetzt.
Verfahren je nach Partikeln, Aerosolen oder gasförmigen Stoffen
Die technische Ausführung richtet sich nach Art und Konzentration der Belastung. Für partikelhaltige Abluft kommen je nach Anwendung trockene oder nasse Abscheideverfahren in Frage, während bei gasförmigen Stoffen andere Reinigungsstufen erforderlich sind. In vielen Fällen werden mehrere Stufen kombiniert, etwa zur Vorabscheidung grösserer Bestandteile und zur anschliessenden Feinreinigung. Entscheidend sind die tatsächlichen Prozessbedingungen und das Stoffgemisch in der Abluft.
Abgrenzung zu Farbnebel- und Rauchabzugsanlagen
Innerhalb der Luftreinhaltung und Luftreinigung beziehen sich Abluftreinigungsanlagen auf die Behandlung von Prozessabluft. Sie unterscheiden sich von Farbnebelabsauganlagen, die speziell auf das Erfassen und Abscheiden von Farbnebel in Beschichtungsbereichen ausgelegt sind. Von Rauchabzugsanlagen und Wärmeabzugsanlagen grenzen sie sich ebenfalls klar ab: Diese dienen der Entrauchung und dem Wärmeabzug im Brandfall, nicht der kontinuierlichen Reinigung betrieblicher Abluft.