Was Parkettlacke fachlich auszeichnet
Parkettlacke bilden auf der Holzoberfläche einen zusammenhängenden Beschichtungsfilm. Dieser Film beeinflusst Abriebverhalten, Reinigungsfähigkeit, Feuchtebeständigkeit und den sichtbaren Glanzgrad des Bodens. Die Produkte sind auf die Anforderungen von begehbaren Holzflächen abgestimmt und werden als Bestandteil eines abgestimmten Beschichtungssystems eingesetzt.
Typische Einsatzbereiche bei Neuverlegung und Renovation
Verwendet werden Parkettlacke sowohl bei neu verlegtem Parkett als auch bei sanierten Bestandsböden. Sie kommen in Wohnräumen ebenso in stärker beanspruchten Innenbereichen zum Einsatz, sofern das gewählte System zur Nutzung passt. Entscheidend sind dabei unter anderem Holzart, Aufbau des Bodens, gewünschte Oberflächenwirkung und die vorgesehene Beanspruchung.
Varianten von Parkettlacken und Aufbau des Beschichtungssystems
Parkettlacke sind in unterschiedlichen Systemen erhältlich, etwa als einkomponentige oder zweikomponentige Produkte sowie in verschiedenen Glanzgraden. Je nach Produktaufbau kann eine Grundierung erforderlich oder empfohlen sein, um Haftung, Holzbild oder Seitenverleimung zu beeinflussen. Zum System gehören zudem Verarbeitungsschritte wie Zwischenschliff und die definierte Anzahl von Lackschichten.
Abgrenzung zu Grundierungen, Oberflächenbehandlungsmitteln und Versiegelung
Innerhalb der Hierarchie unter Parkett bezeichnen Parkettlacke eine konkrete Produktgruppe für die Endbeschichtung von Holzfussböden. Parkettgrundierungen liegen funktional davor und bereiten den Untergrund für den Lackaufbau vor. Parkettoberflächenbehandlungsmittel ist der breitere Sammelbegriff, der neben Lacken auch andere Systeme umfasst. Parkettversiegelung wird im Sprachgebrauch teils ähnlich verwendet, beschreibt aber eher die Funktion oder das Ergebnis der geschlossenen Oberfläche als die genaue Produktkategorie.