Pigmente als Bestandteil von Holzbeschichtungen
Pigmente sind in der Regel unlösliche Farbmittel, die in ein Bindemittel oder ein anderes Trägersystem eingearbeitet werden. In Anwendungen für Holz beeinflussen sie, wie stark die Maserung sichtbar bleibt, wie gleichmässig eine Fläche wirkt und wie intensiv der Farbton ausfällt. Neben der eigentlichen Farbgebung können Pigmente auch das Deckvermögen und die optische Anmutung einer Oberfläche mitbestimmen.
Typische Anwendungen bei Holz und Holzwerkstoffen
Im Holzbereich kommen Pigmente unter anderem in deckenden Anstrichen, pigmentierten Lasuren, Ölen mit Farbzusatz, Grundierungen und Reparatursystemen vor. Sie werden bei Möbeln, Innenausbau, Türen, Fenstern, Fassadenelementen sowie auf Holzwerkstoffen eingesetzt. Ob eine Formulierung eher dekorativ, ausgleichend oder deckend wirkt, hängt wesentlich von Pigmentart, Menge und Einbindung in das Gesamtsystem ab.
Pigmentarten und verfügbare Formen
Für die Oberflächenbearbeitung werden je nach Anforderung unterschiedliche Pigmenttypen verwendet, etwa organische oder anorganische Pigmente sowie weisse, schwarze oder bunte Varianten. Im Markt sind sie nicht nur als Pulver erhältlich, sondern auch als Paste, Dispersion oder vorkonfektionierte Farbmischung. Relevant sind dabei unter anderem Farbton, Dispergierbarkeit, Partikelverteilung und die Eignung für das jeweilige Beschichtungssystem.
Abgrenzung zu Farben und Naturfarben
In der Hierarchie gehören Pigmente zur Leistung Farben, sind aber nicht mit einer gebrauchsfertigen Farbe gleichzusetzen. Farben enthalten neben Pigmenten weitere Bestandteile wie Bindemittel, Additive und gegebenenfalls Lösemittel oder Wasser. Von Naturfarben grenzt sich die Leistung dadurch ab, dass dort das gesamte Farbsystem und dessen Rohstoffbasis im Vordergrund steht, während Pigmente die einzelne farbgebende Komponente beschreiben.