Was Dichtstoffe im Holzbereich leisten
Dichtstoffe schliessen Fugen und Anschlussstellen zwischen Holz und anderen Werkstoffen wie Metall, Glas, Beton oder mineralischen Untergruenden. Sie gleichen je nach Produkt kleinere Bewegungen aus und sollen das Eindringen von Feuchtigkeit, Luft, Staub oder Schmutz begrenzen. Im Holzbau und in der Holzverarbeitung ist dabei die Vertraeglichkeit mit dem Untergrund wesentlich, weil Holz auf Feuchte und Temperatur reagiert und sich dimensionsmaessig veraendern kann.
Typische Anwendungen bei Holzbauteilen und Ausbauten
Eingesetzt werden Dichtstoffe unter anderem bei Anschlussfugen an Fenstern und Tueren, bei Element- und Fassadenanschluessen, in Innenausbauten, bei Holzwerkstoffplatten sowie an Uebergaengen zu angrenzenden Materialien. Auch in Bereichen mit erhöhter Feuchtebelastung werden geeignete Systeme verwendet, sofern Produkt und Untergrund dafuer vorgesehen sind. Entscheidend sind die Lage der Fuge, die zu erwartende Bewegung, die Oberflaechenbeschaffenheit und die spaetere Beanspruchung.
Unterschiede zwischen Dichtungsmassen, Hybrid-, PU- und Silikondichtstoffen
Unter Dichtstoffe fallen verschiedene Produktgruppen mit unterschiedlichem Verhalten bei Haftung, Elastizitaet, Ueberstreichbarkeit und Bestaendigkeit. Dichtungsmassen dienen allgemein zum Verfugen und Abdichten einfacher Anschluss- oder Arbeitsfugen. Hybriddichtstoffe werden haeufig dort eingesetzt, wo mehrere Untergruende zusammenkommen und eine ausgewogene Kombination aus Haftung und Flexibilitaet gefragt ist. PU-Dichtstoffe kommen je nach Produkt bei belasteten oder bewegten Fugen in Betracht. Silikondichtstoffe werden vor allem bei dauerelastischen Fugen verwendet, sind aber nicht in jedem Fall ueberstreichbar und muessen zum Untergrund und Anwendungsbereich passen.
Abgrenzung zu Klebstoffen, Leimen und Oberflaechenbearbeitung
Dichtstoffe gehoeren hier zur Kategorie Bearbeitungsmittel, weil sie bei der Verarbeitung und beim Anschluss von Holzbauteilen eingesetzt werden. Von Klebstoffen und Leimen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie in erster Linie abdichten und nicht fuer die tragende Verbindung von Bauteilen bestimmt sind. Gegenueber der Oberflaechenbearbeitung beziehen sie sich nicht auf den Flaechenschutz oder die optische Behandlung von Holz, sondern auf Fugen und Schnittstellen zwischen Bauteilen. Damit erfuellen sie eine andere Aufgabe als Beschichtungen, Oele oder Lacke.