Was zur Möbelplanung gehört
Die Möbelplanung legt fest, wie ein Möbel aufgebaut ist, welche Funktionen es erfüllt und wie es gefertigt oder montiert werden kann. Dazu gehören unter anderem Abmessungen, Aufteilung, Öffnungsarten, Stauraumkonzepte, Materialeinsatz, Oberflächen sowie konstruktive Details wie Verbindungen, Sockel, Abdeckungen oder Beschläge. In der Schreinerei ist die Möbelplanung die Grundlage für Werkzeichnungen, Fertigungsvorbereitung und Abstimmung mit angrenzenden Bauteilen.
Typische Planungsaufgaben für Wohn- und Objektmöbel
Möbelplanung wird für freistehende Möbel, Einbaumöbel und raumbezogene Schreinerarbeiten eingesetzt. Dazu zählen etwa Schränke, Regale, Sideboards, Garderoben, Badmöbel, Empfangsmöbel, Büromöbel oder individuelle Stauraumlösungen. Je nach Einsatzbereich fliessen Anforderungen wie Ergonomie, Nutzungsintensität, Reinigbarkeit, Materialbeständigkeit oder die Anpassung an Nischen, Dachschrägen und bestehende Installationen in die Planung ein.
Planungsvarianten nach Funktion, Bauart und Detaillierungsgrad
Die Möbelplanung kann einfache Funktionsmöbel ebenso umfassen wie komplexe Massanfertigungen mit mehreren Nutzungsebenen. Unterschieden wird häufig zwischen freistehenden Möbeln und fest eingebauten Lösungen sowie zwischen standardnahen und vollständig individuell entwickelten Ausführungen. Auch der Planungsstand variiert: von der grundsätzlichen Anordnung und Massdefinition bis zur detaillierten Ausarbeitung mit Material- und Beschlagsfestlegung.
Abgrenzung zu Innenarchitektur, Konzeptentwürfen und Küchenplanung
Möbelplanung richtet sich auf das einzelne Möbel oder eine klar definierte Möbelgruppe. Im Unterschied zur Innenarchitektur steht nicht die ganzheitliche Raumgestaltung im Vordergrund, sondern die konkrete Ausarbeitung eines Möbelstücks oder Einbaus. Gegenüber Konzeptentwürfen ist Möbelplanung technischer und näher an der späteren Umsetzung. Von der Küchenplanung grenzt sie sich dadurch ab, dass sie nicht primär auf den funktionalen und installationstechnischen Gesamtaufbau einer Küche ausgerichtet ist, sondern auf Möbel im weiteren Schreinerbereich.