Was im Innenausbau unter Regalsystemen verstanden wird
Regalsysteme bestehen aus aufeinander abgestimmten Seiten, Böden, Trägern oder Rasterelementen, die Bücher, Ordner, Waren oder Dekor geordnet aufnehmen. Im Unterschied zu einfachen Einzelregalen werden sie meist als zusammenhängendes System geplant, mit wiederkehrenden Massen, Achsen oder Ausstattungsmerkmalen. Im Schreiner-Innenausbau entstehen daraus sowohl massgefertigte Einbauten als auch modulare Lösungen, die in Nischen, entlang von Wänden oder frei im Raum eingesetzt werden.
Typische Einsatzbereiche für Regalstrukturen
Regalsysteme kommen in Wohnbereichen, Büros, Verkaufsräumen, Empfangszonen und Nebenräumen zum Einsatz. In Wohnungen dienen sie häufig als Bibliothek, Medienregal oder Stauraumlösung für Arbeits- und Wohnräume. In gewerblichen Innenräumen ordnen sie Unterlagen, Muster, Produkte oder Arbeitsmittel. Je nach Nutzung stehen entweder gute Zugänglichkeit, klare Gliederung oder eine ruhige Einbindung in das Raumkonzept im Vordergrund.
Ausführungen, Einteilungen und konstruktive Merkmale
Ausgeführt werden Regalsysteme als freistehende, wandgebundene oder eingepasste Konstruktionen. Üblich sind feste oder verstellbare Tablarhöhen, offene Felder, teilweise geschlossene Bereiche sowie Kombinationen mit Schubladen, Klappen oder Rückwänden. Material und Aufbau richten sich nach Beanspruchung, gewünschter Optik und dem Gewicht der eingelagerten Gegenstände. Bei der Planung sind insbesondere Feldbreiten, Durchbiegung der Böden, Befestigung an Wand oder Boden und die spätere Umnutzung zu berücksichtigen.
Abgrenzung zu Wandschränken innerhalb der Schreinerei
Regalsysteme gehören innerhalb von Regale und Schränke zu den offenen oder teilweise offenen Aufbewahrungslösungen. Wandschränke sind dagegen stärker auf geschlossenen Stauraum ausgelegt und arbeiten überwiegend mit Türen oder Fronten. Regalsysteme eignen sich deshalb eher für Inhalte, die sichtbar, schnell erreichbar oder flexibel umgeordnet werden sollen. In der Hierarchie des Innenausbaus liegen sie im Bereich der schreinermässigen Möblierung und unterscheiden sich von fest geschlossenen Einbauten durch ihre offenere Struktur und ihre oft feinere Rasterung.