Funktion von Dichtungen im Fensteraufbau
Dichtungen begrenzen den Luftaustausch über Fugen und helfen, das Eindringen von Wasser und Staub zu reduzieren. Gleichzeitig gleichen sie geringe Toleranzen und Bewegungen zwischen den angrenzenden Bauteilen aus. Bei öffenbaren Fenstern wirken sie zudem auf den Anpressdruck und damit auf die Bedienbarkeit des Flügels.
Typische Einsatzfälle bei Neubau, Unterhalt und Ersatz
Im Neubau werden Dichtungen passend zum Fenstersystem und zur vorgesehenen Beanspruchung gewählt. Im Unterhalt stehen Alterung, Versprödung, Verformung oder Schrumpfung im Vordergrund, weil diese die Dichtwirkung beeinträchtigen können. Beim Ersatz ist die Übereinstimmung mit vorhandener Nut, Profilform und Material entscheidend, damit die Dichtung ohne Funktionsverlust eingebaut werden kann.
Ausführungen nach Einbauort und Material
Fensterdichtungen unterscheiden sich unter anderem nach ihrem Einbauort, etwa als Anschlagdichtung am Flügel-Rahmen-Anschluss oder als Verglasungsdichtung im Bereich der Scheibe. Je nach System kommen verschiedene Werkstoffe zum Einsatz, beispielsweise elastische Gummimischungen, thermoplastische Materialien oder Silikon. Relevant sind dabei Formstabilität, Rückstellverhalten, Alterungsbeständigkeit und die Eignung für das jeweilige Profil.
Abgrenzung zu anderem Fensterzubehör
Dichtungen für Fenster sind nicht mit Fensterprofilen, Fensterrahmen oder Sanierungsprofilen gleichzusetzen, da sie keine tragende oder formgebende Funktion übernehmen. Gegenüber Vorlegebändern PE dienen sie nicht primär als Band- oder Unterlagsmaterial für Montage- und Anschlussarbeiten, sondern als dauerhaft elastisches Dichtelement im Fenster selbst. Auch Zubehör wie Insektenschutzgitter, Heizbänder oder Fensterbänke erfüllt andere Aufgaben und ersetzt keine systemgerechte Fensterdichtung.