Welche Elemente zu Einbruchsicherungen gehören
Zu Einbruchsicherungen zählen Komponenten, die gegen Aufhebeln, Ausbrechen, Aufbohren oder andere mechanische Angriffe schützen. Dazu gehören je nach Bauteil verstärkte Schlossbereiche, Schutzbeschläge, gesicherte Schliessbleche, stabile Verriegelungen, Bandseitensicherungen, Zusatzschlösser sowie sicherheitsrelevante Fensterbeschläge. Die Wirkung entsteht erst durch die Abstimmung aller beteiligten Teile. Ein hochwertiges Einzelteil ersetzt keine insgesamt widerstandsfähige Tür- oder Fensterkonstruktion.
Einsatzbereiche bei Türen, Fenstern und Nebenabschlüssen
Einbruchsicherungen werden an Haus- und Wohnungstüren, Nebeneingängen, Kellertüren, Verbindungstüren, Fenstern, Fenstertüren und teils auch an Schiebeelementsystemen eingesetzt. Je nach Einbauort unterscheiden sich die Angriffsarten: Bei Türen stehen Verriegelung, Beschlagschutz und Verankerung im Vordergrund, bei Fenstern vor allem die Sicherung gegen Aufhebeln. Auch wenig einsehbare Bereiche wie Kellerzugänge, Garagennebenräume oder rückseitige Fassadenöffnungen werden häufig mit zusätzlichen Sicherungselementen versehen.
Ausführungen von der Nachrüstung bis zur integrierten Sicherung
Einbruchsicherungen können als nachrüstbare Zusatzlösung oder als von Anfang an integrierter Bestandteil eines Tür- oder Fenstersystems ausgeführt sein. Im Bestand kommen oft Zusatzschlösser, verstärkte Beschläge oder nachrüstbare Fenstersicherungen zum Einsatz. Bei neuen Elementen lassen sich Verriegelungspunkte, Beschlagaufbau, Rahmenverstärkungen und passende Zylinderlösungen direkt in die Konstruktion einplanen. Mechanische Sicherungen stehen dabei im Vordergrund; elektronische Komponenten können ergänzen, ersetzen aber den baulichen Widerstand nicht.
Abgrenzung zu Mehrpunktschlössern, Schliessanlagen und Zutrittskontrollsystemen
Einbruchsicherungen sind breiter gefasst als einzelne Schlossarten. Ein Mehrpunktschloss kann Teil einer Einbruchsicherung sein, beschreibt aber nur eine bestimmte Form der Verriegelung. Schliessanlagen regeln, welcher Schlüssel welche Türen öffnet; sie ordnen Berechtigungen, erhöhen aber nicht automatisch den mechanischen Einbruchschutz. Zutrittskontrollsysteme steuern den Zugang über Medien oder Identifikation, während Einbruchsicherungen auf den physischen Widerstand des Bauteils zielen. Fluchttürsysteme folgen wiederum anderen Anforderungen, weil dort die sichere Öffnung im Notfall im Vordergrund steht.