Anforderungen an Fensterholz
Für Fensterbauteile muss Holz gleichmässig bearbeitbar sein und sich unter wechselnden Klimaeinflüssen möglichst wenig verziehen. Relevant sind deshalb Astbild, Faserverlauf, Rissfreiheit, Harzaustritt, Verformung und der Feuchtezustand. Auch die Oberflächenqualität ist entscheidend, weil Fräsungen, Verleimungen und spätere Beschichtungen hohe Ansprüche an das Ausgangsmaterial stellen.
Verwendung in Fensterrahmen und Flügeln
Fensterholz wird für Rahmenhölzer, Flügelteile, Sprossen und weitere profilierte Elemente eingesetzt. Das Material dient als Ausgangsbasis für Zuschnitt, Hobelung, Fräsung und Verbindung der einzelnen Bauteile. Je nach Fensterkonstruktion muss es sowohl präzise bearbeitbar als auch für den Innen- und Aussenbereich geeignet weiterverarbeitbar sein.
Holzarten, Sortierung und Lieferzustand
Fensterholz kann aus verschiedenen Nadel- oder Laubhölzern bestehen, sofern die Holzeigenschaften zur geplanten Konstruktion passen. In der Praxis wird es nach visuellen oder betrieblichen Qualitätskriterien ausgewählt und oft technisch getrocknet bereitgestellt. Der Lieferzustand reicht von sägerauem Schnittholz bis zu vorbearbeiteten Querschnitten, die für die weitere Verarbeitung im Fensterbau vorgesehen sind.
Abgrenzung zu anderem Schnittholz
Innerhalb der Produktgruppe Schnittholz ist Fensterholz klar auf den Fensterbau ausgerichtet. Es unterscheidet sich von Bauholz und Konstruktionsholz, die vor allem tragende oder allgemeine bauliche Zwecke erfüllen. Gegenüber Brettern, Bohlen oder Kantholz steht nicht primär die Grundform des Querschnitts im Vordergrund, sondern die Eignung für profilierte, massgenaue und optisch anspruchsvolle Fensterbauteile.