Funktion von Messerköpfen in der Holzbearbeitung
Ein Messerkopf ist der tragende Teil eines Zerspanwerkzeugs. Er wird auf einer Spindel oder einer anderen Werkzeugaufnahme montiert und hält die eigentlichen Schneiden in definierter Position. Die Form des Werkzeugkörpers, die Anzahl der Schneiden und die Art der Klemmung beeinflussen Schnittbild, Profilgenauigkeit und Werkzeugwechsel. Im Unterschied zum einzelnen Messer ist der Messerkopf somit das Bauteil, das Schneidenaufnahme, Rundlauf und rotierende Werkzeuggeometrie zusammenführt.
Typische Einsatzbereiche an Profilier- und Hobelmaschinen
Messerköpfe werden dort eingesetzt, wo Holz oder Holzwerkstoffe mit rotierenden Schneiden bearbeitet werden. Typische Anwendungen sind Profilbearbeitungen an Leisten, Rahmen, Tür- und Fensterteilen, das Hobeln von Flächen und Kanten sowie das Erzeugen von Falzen, Nuten oder einfachen Formkonturen. Je nach Maschine und Bearbeitungsaufgabe kommen sie in stationären Fertigungen ebenso vor wie in spezialisierten Bearbeitungsanlagen für Serienprofile.
Bauarten, Bestückung und Wechselkonzepte
Messerköpfe unterscheiden sich unter anderem nach Werkzeugdurchmesser, Aufnahmeart, Anzahl der Schneiden und dem vorgesehenen Messersystem. Verbreitet sind Ausführungen für nachschärfbare Messer ebenso wie Systeme für Wechselmesser oder Wendeschneiden. Daneben gibt es Messerköpfe für gerade Bearbeitungen und solche für profilierte Schnitte. Bei der Bestückung muss die Kombination aus Werkzeugkörper, Messerform, Klemmteilen und Maschine aufeinander abgestimmt sein, damit die Bearbeitung technisch und betrieblich passend ausgeführt werden kann.
Abgrenzung zu Messerwellen, Profilmessern und Hobelmessern
Innerhalb der Hierarchie Klingen und Messer stehen Messerköpfe zwischen Maschine und eigentlicher Schneide. Sie sind nicht mit Messerwellen gleichzusetzen: Eine Messerwelle ist in der Regel ein längeres rotierendes Bauteil mit mehreren Messerpositionen, während der Messerkopf als kompakter Werkzeugkörper ausgeführt ist. Von Profilmessern, Hobelmessern oder Hartmetallwechselmessern unterscheiden sich Messerköpfe dadurch, dass sie die Schneiden nur aufnehmen, aber nicht selbst die Schneidkante bilden. Gegenüber Wendeschneidplatten ist der Messerkopf das Trägersystem, in das diese Schneiden eingebaut werden.