Funktionsprinzip von Druckluftadsorptionstrocknern
Die Trocknung erfolgt, indem Wasserdampf aus der Druckluft an einem Trockenmittel gebunden wird. Viele Systeme arbeiten mit zwei Behältern: Einer trocknet die Druckluft, während der andere regeneriert wird. Damit das Trockenmittel wirksam bleibt, werden der Anlage in der Regel Filter vorgeschaltet, die Partikel, Ölnebel und flüssiges Kondensat aus der Druckluft entfernen.
Typische Anwendungen in der Holzbearbeitung
In holzbearbeitenden Anlagen wird trockene Druckluft für pneumatische Steuerungen, Ventile, Zylinder, Spanntechnik und automatisierte Maschinenfunktionen benötigt. Auch in Beschichtungs- und Sprühprozessen kann zu feuchte Druckluft die Prozessstabilität beeinträchtigen. Druckluftadsorptionstrockner werden deshalb dort eingesetzt, wo Restfeuchte in der Druckluft zu Störungen, Korrosion, Vereisung oder Qualitätsabweichungen führen kann.
Bauarten und Auslegungsmerkmale
Unterschieden werden vor allem kaltregenerierende und warmregenerierende Systeme. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach dem erforderlichen Trocknungsgrad, dem Luftvolumenstrom, den Betriebszeiten und der Einbindung in die vorhandene Druckluftaufbereitung. Zur Anlagenauslegung gehören neben dem Trockner selbst häufig Vor- und Nachfilter, Regelung, Überwachung sowie eine geeignete Kondensat- und Luftführung.
Abgrenzung zu Kältetrocknern und anderen Trocknungsverfahren
Druckluftadsorptionstrockner sind von Druckluftkältetrocknern abzugrenzen: Kältetrockner arbeiten mit Abkühlung der Druckluft und decken andere Trocknungsanforderungen ab, während Adsorptionstrockner für deutlich trockenere Druckluft eingesetzt werden. Innerhalb der Hierarchie Trocknen betrifft diese Leistung die Aufbereitung eines Betriebsmediums und nicht die direkte Trocknung von Holz. Sie unterscheidet sich damit klar von Schnittholztrocknern, Trockenkammern, Vakuumtrocknern, Kondensationstrocknern oder Lacktrocknern, die Material, Werkstücke oder Oberflächen behandeln.