Was Bildschnitzmaschinen bearbeiten
Bildschnitzmaschinen sind auf das Ausarbeiten von plastischen Formen in der Werkstückoberfläche ausgelegt. Typisch sind Reliefs, Ornamente, Konturen und figürliche Darstellungen mit unterschiedlichen Bearbeitungstiefen. Im Unterschied zu Maschinen für lineare Schnitte oder standardisierte Verbindungselemente steht hier die dreidimensionale Formgebung in der Fläche im Vordergrund. Je nach System erfolgt die Führung über ein Modell, eine Schablone oder digitale Steuerdaten.
Typische Werkstücke und Fertigungssituationen
Einsatzbereiche sind dekorative Holzbauteile und Werkstücke mit wiederkehrenden Schnitzmotiven, etwa Fronten, Rahmen, Leisten, Füllungen oder Zierelemente. Die Maschinen kommen sowohl bei Einzelstücken mit Vorlage als auch bei Serien mit identischen Motiven in Frage. Für die Bearbeitung sind unter anderem Holzart, Faserrichtung, Aufspannung, Werkzeugzugang und die gewünschte Oberflächenqualität relevant. Auch die Werkstückgrösse und die erreichbare Bearbeitungstiefe beeinflussen die Auslegung.
Ausführungen nach Führungs- und Bearbeitungsprinzip
Bildschnitzmaschinen unterscheiden sich vor allem in der Art, wie die Form erzeugt und übertragen wird. Es gibt Systeme, die bestehende Vorlagen oder Modelle kopierend abnehmen, sowie Maschinen, die Motive über digitale Daten und programmierte Bewegungen bearbeiten. Weitere Unterschiede betreffen Arbeitsraum, Achsführung, Werkzeugaufnahme und Automatisierungsgrad. Für die Einordnung ist entscheidend, ob vor allem Reproduktionen vorhandener Schnitzbilder oder frei definierbare Reliefgeometrien gefertigt werden sollen.
Abgrenzung zu verwandten Maschinen im Bereich Schneiden und Schnitzen
Innerhalb der Hierarchie Schneiden und Schnitzen decken Bildschnitzmaschinen die reliefartige und dekorative Formbearbeitung ab. Furniermessermaschinen schneiden dünne Holzlagen, Zapfenschneidmaschinen, zweiseitig bearbeiten Verbindungsgeometrien an Werkstückenden, und Ziehklingenmaschinen dienen der schabenden Oberflächenbearbeitung. Bildschnitzmaschinen sind dagegen auf räumliche Motive, Vertiefungen und Erhebungen in der Werkstückfläche ausgerichtet. Sie stehen damit fachlich näher bei der formgebenden Schnitzbearbeitung als beim Zuschnitt oder bei der Verbindungsherstellung.