Funktionsprinzip von Schleifzylinder und Vorschub
Der automatische Vorschub führt das Werkstück mit definierter Geschwindigkeit am Schleifzylinder vorbei oder durch die Maschine. Dadurch lassen sich Materialabtrag, Oberflächenbild und Takt besser aufeinander abstimmen als bei rein handgeführten Verfahren. Für das Ergebnis sind vor allem die Kombination aus Schleifmittel, Vorschubgeschwindigkeit, Werkstückauflage und Maschineneinstellung massgebend.
Typische Anwendungen in der Holzbearbeitung
Diese Maschinen werden für wiederkehrende Schleifaufgaben an Holzbauteilen eingesetzt, wenn Werkstücke in gleichbleibender Weise zugeführt werden sollen. Typisch sind Vor-, Zwischen- oder Feinschliffe an Teilen, die in Form und Abmessung zur jeweiligen Maschine passen. Die Eignung hängt dabei von Werkstückdicke, Breite, Kantenstabilität und dem geforderten Schliffbild ab.
Ausführungen und relevante Maschinenmerkmale
Zylinderschleifmaschinen mit automatischem Vorschub unterscheiden sich unter anderem in Arbeitsbreite, Anzahl der Schleifaggregate, Bauart der Werkstückführung und Einstellbarkeit des Vorschubs. Je nach Ausführung sind sie auf einfachen Durchlauf, auf mehrstufige Bearbeitung oder auf bestimmte Werkstückformate ausgelegt. Für die Auswahl sind neben der Maschinengeometrie auch der gewünschte Abtrag, die Prozessstabilität und die Anbindung an Absaugung und Materialfluss relevant.
Abgrenzung zu anderen Schleifmaschinen
Innerhalb der Schleifmaschinen in der Holzbearbeitung bezeichnet diese Kategorie Maschinen mit zylindrischem Schleifwerkzeug und integriertem Vorschub. Sie unterscheidet sich von Bandschleifmaschinen und Scheibenschleifmaschinen durch das Werkzeugprinzip. Gegenüber Breitbandschleifmaschinen steht nicht das breite Schleifband im Vordergrund, sondern der Schleifzylinder mit eigener Werkstückführung. Von Schleifmaschinen für Rundstäbe grenzt sich die Kategorie dadurch ab, dass sich "zylindrisch" auf das Werkzeug bezieht und nicht zwingend auf eine runde Werkstückform.