Was mehrstufige Maschinen in der Holzbearbeitung auszeichnet
Mehrstufige Maschinen bearbeiten Werkstücke über mehrere aufeinanderfolgende Stationen oder Aggregate innerhalb eines zusammenhängenden Ablaufs. Je nach Ausführung können Zuführung, Positionierung, Bearbeitung, Fügen und Ausschleusen in einer Linie oder in einem abgestimmten Maschinensystem erfolgen. Der Schwerpunkt liegt auf reproduzierbaren Prozessfolgen für definierte Werkstücktypen. Anders als bei einer einzelnen Fräs-, Säge- oder Bohrmaschine wird nicht nur ein Bearbeitungsschritt ausgeführt, sondern eine festgelegte Bearbeitungskette.
Typische Anwendungen bei wiederkehrenden Werkstücken
Eingesetzt werden mehrstufige Maschinen vor allem dort, wo ähnliche Teile in gleichbleibender Reihenfolge bearbeitet werden. Dazu gehören beispielsweise Kantenbearbeitung und Kantenverleimung, Längs- und Querbearbeitung, das Einbringen und Setzen von Beschlägen, das Bohren und Einleimen von Dübeln sowie Profilbearbeitungen an stirnseitigen oder längsseitigen Werkstückbereichen. Solche Anlagen sind in der Möbel-, Innenausbau-, Türen-, Fenster- oder Bauteilfertigung anzutreffen, wenn Serien, Variantenfamilien oder standardisierte Abläufe vorliegen.
Ausprägungen von Profilierung bis Dübel- und Beschlagbearbeitung
Zur Kategorie zählen unterschiedliche Maschinentypen mit mehrstufigem Aufbau. Dazu gehören unter anderem Doppelendprofiler mit Zusatzaggregaten, mehrstufige Längsbearbeitungsautomaten und Querbearbeitungsautomaten, mehrstufige Kantenbearbeitungsmaschinen und Kantenverleimmaschinen sowie mehrstufige Holzbearbeitungsmaschinen für kombinierte Bearbeitungsfolgen. Ebenfalls dazu zählen Anlagen für Beschlageinlass und Beschlagsetzen, Dübellochbohren und Dübeleinleimen sowie je nach Aufbau auch Durchlauftaktpressanlagen und Kaschieranlagen. Die konkrete Ausprägung richtet sich nach Werkstückgeometrie, Material, Taktfolge und dem gewünschten Automatisierungsgrad.
Abgrenzung zu Einzelmaschinen und kombinierten Maschinen
Innerhalb der Hierarchie gehört die Leistung zur Holzbearbeitung und grenzt sich von Einzelverfahren wie Sägen, Hobeln, Fräsen und Kehlen, Bohren und Stemmen oder Schleifen klar ab. Diese Geschwisterleistungen bezeichnen in der Regel einzelne Bearbeitungstechnologien, während mehrstufige Maschinen mehrere dieser Schritte in einem definierten Ablauf zusammenführen können. Von kombinierten Maschinen mit raumbedingter Kombination unterscheiden sie sich ebenfalls: Dort werden mehrere Funktionen vor allem platzsparend in einer Maschine vereint, oft mit manueller oder schrittweiser Nutzung. Mehrstufige Maschinen sind dagegen auf eine verknüpfte Prozessfolge und den Durchlauf bestimmter Werkstücke ausgelegt.