Bearbeitung von vier Werkstückseiten in einem Durchlauf
Bei dieser Maschinenart wird das Werkstück während des Vorschubs nacheinander oder gleichzeitig an Unterseite, Oberseite und beiden Seitenflächen bearbeitet. Je nach Maschinenaufbau übernehmen mehrere Werkzeugaggregate das Hobeln, Kalibrieren oder Profilieren. Der automatische Vorschub hält das Werkstück in definierter Bewegung, wodurch Querschnitt und Oberflächenbild entlang der gesamten Länge gleichmässig ausfallen können.
Einsatz für Leisten, Kanthölzer und Serienquerschnitte
Typische Anwendungen liegen bei Werkstücken mit konstantem Querschnitt, etwa Leisten, Rahmenhölzern, Profilhölzern oder anderen längs bearbeiteten Teilen. Die Maschinen eignen sich vor allem für wiederkehrende Abmessungen und laufende Fertigung, bei der mehrere Seiten ohne Umspannen bearbeitet werden sollen. Sie werden dort genutzt, wo ein durchgehender Materialfluss wirtschaftlicher ist als einzelne Hobelgänge auf verschiedenen Maschinen.
Maschinenausführungen und Bearbeitungsumfang
Vierseitige Hobelmaschinen mit automatischem Vorschub unterscheiden sich unter anderem in der Auslegung des Vorschubs, der Werkzeuganordnung und dem maximalen Werkstückquerschnitt. Je nach Konfiguration sind sie auf reines Vierseitenhobeln, auf Kalibrieraufgaben oder auf kombinierte Hobel- und Profilbearbeitung ausgelegt. Relevant sind auch Rüstbarkeit, Werkzeugwechsel und die Eignung für unterschiedliche Holzarten und Seriengrössen.
Abgrenzung zu anderen Hobelmaschinen
Im Unterschied zu Abrichthobelmaschinen und Abrichtdickenhobelmaschinen steht hier nicht das Erzeugen einzelner Referenzflächen im Vordergrund, sondern die fortlaufende Bearbeitung aller vier Seiten eines Werkstücks. Gegenüber Dickenhobelmaschinen wird nicht nur die Dicke verändert, sondern der gesamte Querschnitt bearbeitet. Von Vierseitenputzhobelmaschinen grenzt sich diese Leistung dadurch ab, dass sie nicht nur auf das Nachputzen ausgelegt ist, sondern je nach Ausstattung auch Kalibrieren und Profilieren umfasst.