Bearbeitungsprinzip bei zweiseitigen Hobelmaschinen
Diese Maschinen verfügen über zwei Bearbeitungseinheiten, die das Werkstück während eines Durchlaufs an zwei Seiten hobeln. Dadurch lassen sich Massabweichungen reduzieren und zwei zueinander definierte Flächen oder Kanten erzeugen. Im Unterschied zum einseitigen Hobeln entsteht die Geometrie nicht nacheinander in getrennten Arbeitsschritten, sondern in einer aufeinander abgestimmten Bearbeitung.
Typische Werkstücke und Einsatzfelder
Zweiseitige Hobelmaschinen werden für Leisten, Latten, Rahmenhölzer, Bretter oder andere lineare Werkstücke eingesetzt, bei denen zwei Seiten prozesssicher bearbeitet werden müssen. Typisch sind Anwendungen in der Vorbereitung für weitere Bearbeitungsschritte, etwa Profilierung, Verleimung oder Zuschnitt. Auch bei Serien mit wiederkehrenden Querschnitten sind sie sinnvoll, wenn zwei Bezugsseiten mit gleichbleibender Qualität benötigt werden.
Ausführungen, Einstellungen und Bearbeitungsziel
Je nach Maschine kann die Bearbeitung auf zwei Flächen oder auf zwei Kanten ausgelegt sein. Relevante Einstellungen betreffen unter anderem Vorschub, Werkstückführung, Spanabnahme und die Position der Werkzeuge. Das Bearbeitungsziel kann im reinen Kalibrieren liegen oder in der Erzeugung einer definierten Oberfläche und Kantengeometrie, abhängig von Holzart, Ausgangszustand und den Anforderungen des Folgeprozesses.
Abgrenzung zu drei- und vierseitigen Hobelmaschinen
Innerhalb der Kategorie Hobelmaschinen decken Maschinen für zweiseitige Bearbeitung einen engeren Bearbeitungsumfang ab als drei- oder vierseitige Anlagen. Dreiseitige Hobelmaschinen bearbeiten zusätzlich eine weitere Seite, vierseitige Maschinen erfassen den Querschnitt noch umfassender in einem Durchlauf. Zweiseitige Systeme werden deshalb dort eingesetzt, wo bewusst nur zwei Seiten gefertigt werden sollen oder wo nachgelagerte Bearbeitungsschritte die übrigen Seiten übernehmen.