Wofür Plandrehmaschinen ausgelegt sind
Bei Plandrehmaschinen wird das Werkstück so aufgenommen, dass plan- oder stirnseitige Drehbearbeitungen möglich sind. Geeignet sind vor allem Werkstücke, bei denen der Durchmesser im Verhältnis zur Länge gross ist oder die nicht sinnvoll zwischen Spitzen bearbeitet werden können. Typische Bearbeitungsschritte sind das Herstellen runder Aussenkonturen, das Ausdrehen von Flächen oder das Formgeben an flachen und schalenartigen Teilen.
Typische Werkstücke in der Holzbearbeitung
Einsatzbereiche finden sich bei Schalen, Tellern, Scheiben, Deckeln, runden Möbelelementen oder anderen Werkstücken mit breiter Stirnfläche. Auch Rohlinge mit unregelmässiger Ausgangsform können bearbeitet werden, sofern sie sicher aufgenommen werden. In der Holzverarbeitung ist die Maschine vor allem dann sinnvoll, wenn nicht die Länge des Teils, sondern dessen Durchmesser, Frontgeometrie oder Innenform die Bearbeitung bestimmt.
Maschinenausführung und Bearbeitungsmerkmale
Plandrehmaschinen werden je nach Ausführung mit geeigneten Spannlösungen für planseitig aufgenommene Werkstücke betrieben. Relevante Merkmale sind eine stabile Werkstückaufnahme, eine zur Werkstückgrösse passende Drehzahlregelung und eine Werkzeugführung, die kontrollierte Zustellung an Aussen- und Innenkonturen erlaubt. Je nach Modell stehen einfache manuelle Bearbeitungen oder stärker geführte Abläufe für wiederkehrende Formen im Vordergrund.
Abgrenzung zu anderen Drehmaschinen
Innerhalb der Holzbearbeitung gehören Plandrehmaschinen zur übergeordneten Leistung Drehen, unterscheiden sich aber klar von anderen Maschinentypen. Langdrehmaschinen sind auf lange, schlanke Werkstücke ausgelegt, während Plandrehmaschinen kurze oder grossdurchmessrige Teile bearbeiten. Kopierdrehmaschinen mit Schablonensteuerung und Schablonendrehmaschinen dienen primär der wiederholgenauen Übertragung vorgegebener Profile. Fassondrehmaschinen sind auf bestimmte Formteile ausgerichtet, Spezialdrehmaschinen auf eng umrissene Sonderanwendungen.