Wofür Astlochbohrmaschinen ausgelegt sind
Diese Maschinen bearbeiten lokal begrenzte Fehlstellen im Holz, etwa Äste, Harzgallen oder vergleichbare Störstellen. Im Unterschied zu Bohrmaschinen für Verbindungen steht nicht die Positionierung funktionaler Bohrungen im Vordergrund, sondern das saubere Entfernen eines unerwünschten Bereichs. Entscheidend sind eine kontrollierte Werkstückführung, ein zur Fehlstelle passender Bohrdurchmesser und eine Bearbeitung, die Ausrisse möglichst begrenzt.
Typische Anwendungen bei Massivholz und Holzreparaturen
Astlochbohrmaschinen kommen dort zum Einsatz, wo natürliche Fehlstellen die weitere Verarbeitung oder die Sichtqualität beeinträchtigen. Das betrifft beispielsweise Massivholzplatten, Leisten, Rahmen, Kanteln oder andere Werkstücke aus Vollholz. Nach dem Ausbohren kann die Stelle je nach Verfahren mit einem Holzeinsatz, einem Astflicken oder einer anderen Reparaturlösung weiterbearbeitet werden.
Maschinenausführungen und relevante Merkmale
Unterschieden werden Astlochbohrmaschinen unter anderem nach Werkstückauflage, Positionierung, Bohrdurchmesserbereich und Einbindung in den Arbeitsablauf. Je nach Ausführung erfolgt das Ansetzen von Hand, über Anschläge oder mit auf Wiederholteile ausgelegten Vorrichtungen. Für die Bearbeitungsqualität sind neben der Maschine auch Werkzeugzustand, Holzart, Faserrichtung und die Lage der Fehlstelle relevant.
Abgrenzung zu anderen Maschinen im Bereich Bohren und Stemmen
Innerhalb der Holzbearbeitung gehören Astlochbohrmaschinen zur Gruppe Bohren und Stemmen, sind aber klar auf die Fehlstellenbearbeitung spezialisiert. Dübellochbohrmaschinen dienen dem Herstellen von Verbindungsbohrungen, während Langlochfräsmaschinen sowie Hohlmeissel-, Ketten- oder Schwingmeisselstemmmaschinen längliche oder eckige Ausnehmungen erzeugen. Numerisch gesteuerte, universelle oder sonstige Spezialbohrmaschinen decken breitere Aufgaben ab, sind jedoch nicht auf das gezielte Ausbohren von Astlöchern ausgerichtet.