Funktion zwischen Klebstofflagerung und Auftrag
Diese Geräte übernehmen den verfahrenstechnischen Schritt zwischen der Bereitstellung des Klebstoffs und dessen Auftrag auf Holz, Holzwerkstoffe oder Trägermaterialien. Dazu gehören je nach System das Aufbereiten einzelner oder mehrerer Komponenten, das Einstellen der Verarbeitungstemperatur, das kontinuierliche Umwälzen sowie eine gleichmässige Zuführung zum nachgelagerten Prozess. Ziel ist ein stabiler Materialzustand, damit der Leim im weiteren Verlauf reproduzierbar verarbeitet werden kann.
Typische Einsatzfelder in der Holzbearbeitung
Eingesetzt werden Geräte zur Leimaufbereitung überall dort, wo Klebstoffe vor dem Auftrag konditioniert werden müssen. Das betrifft unter anderem Flächenverklebungen, Kaschierprozesse, Furnier- und Verbundaufbauten sowie kontinuierliche Linien mit gleichbleibendem Materialfluss. Auch bei wechselnden Chargen, unterschiedlichen Verarbeitungsfenstern oder sensiblen Klebstoffsystemen ist eine abgestimmte Aufbereitung erforderlich, damit der nachfolgende Auftrag ohne Unterbrechungen erfolgen kann.
Ausführungen nach Klebstoffsystem und Prozessführung
Die Ausführung richtet sich nach dem verwendeten Klebstoff und nach der Art des Produktionsprozesses. Unterschieden werden unter anderem Systeme für einkomponentige oder mehrkomponentige Leime, offene oder geschlossene Aufbereitung, batchweise Vorbereitung oder kontinuierliche Versorgung. Je nach Anwendung stehen Funktionen wie Dosierung, Rühren, Temperierung, Entgasung oder kontrollierte Förderung im Vordergrund. Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Materialführung, Reinigbarkeit und Taktung.
Abgrenzung zu Leimauftragmaschinen und anderen Auftragssystemen
Innerhalb der Hierarchie unter "Auftragen haftender Schichten" decken Geräte zur Leimaufbereitung den vorbereitenden Prozessschritt ab, nicht den eigentlichen Auftrag auf das Werkstück. Leimauftragmaschinen übertragen den Klebstoff auf die Oberfläche oder in die Fuge, während die Aufbereitung den Leim dafür in den benötigten Zustand bringt. Gegenüber Lackauftragmaschinen, Imprägnieranlagen oder Bleich- und Beizanlagen ist die Abgrenzung klar über das Medium und den Zweck: Hier geht es spezifisch um die verfahrenstechnische Behandlung von Klebstoffen vor dem Einsatz.