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Technisch-physikalisch

Technisch-physikalische Bodensanierungsverfahren behandeln belastete Böden mit technischen Anlagen und physikalischen Prozessschritten wie Trennung, Förderung, Abscheidung oder Aufbereitung. Im Vordergrund steht nicht die chemische Umwandlung des Schadstoffs, sondern dessen Abtrennung, Konzentration oder Überführung in einen weiter behandelbaren Stoffstrom. Die Wahl des Verfahrens hängt unter anderem von Schadstoffart, Bodenaufbau, Kornverteilung und dem Sanierungsziel ab.

Was technisch-physikalische Verfahren im Boden leisten

Diese Verfahrensgruppe umfasst technische Behandlungsschritte, bei denen physikalische Eigenschaften des Bodens oder der Schadstoffe genutzt werden. Dazu gehören etwa Unterschiede in Korngrösse, Dichte, Bindungsverhalten, Flüchtigkeit oder im Transport mit Wasser und Luft. Ziel kann sein, belastete Feinanteile von weniger belasteten Fraktionen zu trennen, Schadstoffe aus Bodenporen zu erfassen oder belastete Stoffströme aus dem Bodenmaterial auszuscheiden. Das Verfahren ist prozesstechnisch geprägt und wird meist als Teil einer gesamten Sanierungsstrecke geplant.

Typische Einsatzfelder an belasteten Standorten

Technisch-physikalische Verfahren kommen in Betracht, wenn Schadstoffe nicht gleichmässig im Boden verteilt sind oder wenn sich belastete Anteile gezielt separieren lassen. Das betrifft beispielsweise Standorte mit heterogenem Aushub, belasteten Feinfraktionen, mit Schadstofftransport im Porenwasser oder mit gasförmigen beziehungsweise flüchtigen Bestandteilen. Auch bei Sanierungen, bei denen Materialströme aufbereitet, reduziert oder für eine weitere Behandlung vorbereitet werden müssen, ist dieser Ansatz naheliegend. Ob die Anwendung vor Ort oder nach dem Ausbau erfolgt, ist eine separate Verfahrensfrage und nicht durch die Kategorie selbst festgelegt.

Typische Verfahrensbausteine und technische Ausprägungen

In der Praxis bestehen technisch-physikalische Sanierungen oft aus mehreren aufeinander abgestimmten Schritten. Dazu können mechanische Aufbereitung, Siebung, Klassierung, Separierung, Entwässerung, Fördersysteme sowie Abscheide- und Reinigungsstufen für Wasser, Luft oder Feststoffströme gehören. Je nach Schadensbild werden einzelne Teilverfahren kombiniert, um das belastete Material zu konzentrieren, verwertbare Anteile abzutrennen oder die anschliessende Entsorgung und Nachbehandlung gezielter zu steuern. Die konkrete Auslegung ist standort- und materialabhängig.

Abgrenzung zu biologischen, thermischen und physikalisch-chemischen Verfahren

Technisch-physikalische Verfahren unterscheiden sich von biologischen Verfahren dadurch, dass keine mikrobielle Abbauleistung im Vordergrund steht. Gegenüber thermischen und trockenthermischen Verfahren erfolgt die Behandlung nicht primär über hohe Temperaturen. Von physikalisch-chemischen Verfahren grenzen sie sich dadurch ab, dass die Wirkung nicht vor allem durch zugesetzte Reaktionsmittel oder chemische Umwandlungen erreicht wird. Zu den Geschwisterleistungen Ex situ und In situ besteht eine andere Beziehung: Diese beschreiben den Ort der Behandlung, während technisch-physikalisch die Art des Verfahrens bezeichnet.

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In der folgenden Firmenliste sind Anbieter im Bereich technisch-physikalischer Bodensanierungsverfahren aufgeführt. Die Einträge können Planung, Anlagentechnik, Ausführung oder kombinierte Sanierungslösungen umfassen.
Unter dieser Leistung wurde noch kein Anbieter eingetragen.

Fragen & Antworten zu Technisch-physikalisch

  • Wann eignet sich ein technisch-physikalisches Bodensanierungsverfahren?

    Vor allem dann, wenn sich belastete Bodenanteile oder Stoffströme über physikalische Eigenschaften erfassen, trennen oder aufbereiten lassen.

  • Ist technisch-physikalisch dasselbe wie Waschen oder Extraktion?

    Nein. Technisch-physikalisch ist eine breitere Verfahrenskategorie. Waschen oder einzelne Extraktionsschritte können Teil einer solchen Prozesskette sein, beschreiben aber spezifischere Ansätze.

  • Werden Schadstoffe dabei zerstört?

    Oft nicht unmittelbar. Häufig werden Schadstoffe abgetrennt, konzentriert oder in einen getrennten Stoffstrom überführt, der danach weiterbehandelt oder entsorgt wird.

  • Kann das Verfahren in situ und ex situ eingesetzt werden?

    Grundsätzlich ja. Ob die Behandlung vor Ort oder nach dem Ausbau erfolgt, hängt von Standortbedingungen, Materialeigenschaften und dem Sanierungskonzept ab.


Weitere Leistungen unter
Bodensanierungsverfahren

  • Biologisch
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  • Elektrochemisch
  • Ex situ
  • Extraktion
  • Extraktion und Stripping
  • Immobilisation
  • In situ
  • Physikalisch-chemisch
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Leistung: Technisch-physikalisch in der Bodensanierung
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