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Physikalisch-chemisches Waschverfahren

Das physikalisch-chemische Waschverfahren dient der Aufarbeitung von kontaminiertem Erdreich und mineralischen Baurestmassen, wenn Schadstoffe durch Waschen, Trennen und chemische Konditionierung aus dem Materialverbund gelöst oder abgetrennt werden können. Dabei werden Korngrössen, Dichte, Oberflächeneigenschaften und das Verhalten der Schadstoffe im Prozess gezielt genutzt. Ziel ist die Trennung in verwertbare mineralische Fraktionen, belastete Feinanteile und prozessbedingte Rückstände.

Wie das Waschverfahren bei kontaminiertem Material funktioniert

Im Verfahren wird das angelieferte Material aufbereitet, mit Wasser und je nach Verfahren mit weiteren Hilfsstoffen behandelt und anschliessend in verschiedene Stoffströme getrennt. Physikalische Schritte wie Siebung, Klassierung, Sedimentation oder Dichtetrennung werden mit chemischen Prozessschritten kombiniert, etwa zur Einstellung von pH-Werten, zur Mobilisierung bestimmter Schadstoffe oder zur Flockung feiner Partikel. So lassen sich anhaftende oder in Feinfraktionen gebundene Belastungen gezielt aus dem mineralischen Hauptstrom abtrennen. Das Prozesswasser wird in der Regel innerhalb des Verfahrens mitbehandelt und zurückgeführt oder separat weiterbehandelt.

Typische Einsatzfälle für Erdreich und Baurestmassen

Eingesetzt wird das Verfahren vor allem bei mineralischen Materialien aus Aushub, Rückbau oder Sanierung, wenn eine reine mechanische Trennung nicht ausreicht. Das betrifft insbesondere Gemische mit belasteten Feinanteilen, anhaftenden Schadstoffen auf Kornoberflächen oder Stoffen, die sich unter definierten Prozessbedingungen auswaschen lassen. Ob das Verfahren geeignet ist, hängt stark von der Materialzusammensetzung, der Kornverteilung und der Art der Kontamination ab. Nicht jedes belastete Material kann wirtschaftlich oder technisch sinnvoll gewaschen werden; stark belastete Schlämme, Feinfraktionen oder Reststoffe müssen häufig separat behandelt oder entsorgt werden.

Verfahrensschritte und prozessrelevante Ausprägungen

Physikalisch-chemische Waschverfahren werden je nach Materialstrom unterschiedlich aufgebaut. Üblich sind mehrstufige Abläufe mit Vorabsiebung, Nassklassierung, eigentlicher Wäsche, Abtrennung der Feinfraktion sowie Behandlung von Schlamm und Prozesswasser. Die Ausgestaltung richtet sich danach, ob vor allem Kornoberflächen gereinigt, Feinanteile ausgeschleust oder bestimmte Schadstoffe gezielt mobilisiert werden sollen. Relevante Unterschiede bestehen zudem bei der Wasserführung, bei der Rückgewinnung von Wertfraktionen und beim Umgang mit den im Prozess entstehenden Reststoffen.

Abgrenzung zu Fraktionierung und Recycling-Produkten

Innerhalb der Aufarbeitung von kontaminiertem Erdreich und Baurestmassen ist das physikalisch-chemische Waschverfahren ein spezifischer Behandlungsschritt und nicht mit jeder Form der Materialtrennung gleichzusetzen. Die Fraktionierung als Geschwisterleistung trennt Material in erster Linie nach physikalischen Merkmalen wie Korngrösse oder Dichte; beim Waschverfahren kommt zusätzlich eine chemische Konditionierung hinzu, um Schadstoffe zu lösen, zu verschieben oder abzuscheiden. Die Herstellung von Recycling-Produkten setzt in der Hierarchie später an: Sie betrifft die Nutzung geeigneter, aufbereiteter Fraktionen als Sekundärrohstoff. Das Waschverfahren schafft dafür unter Umständen die stoffliche Voraussetzung, ersetzt aber weder die Qualitätsprüfung noch die eigentliche Produktaufbereitung.

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Die folgenden Unternehmen sind im Bereich physikalisch-chemisches Waschverfahren für kontaminiertes Erdreich und Baurestmassen tätig. Die Einträge können je nach Anlagentyp und Materialannahme unterschiedliche Schwerpunkte abdecken.
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Fragen & Antworten zu Physikalisch-chemisches Waschverfahren

  • Für welche Materialien eignet sich ein physikalisch-chemisches Waschverfahren?

    Vor allem für mineralische Materialien wie belastetes Erdreich, Aushub und bestimmte Baurestmassen, sofern die Schadstoffe durch Waschen und Trennen ausreichend abgetrennt werden können.

  • Werden Schadstoffe dabei vollständig entfernt?

    Nicht zwingend. Das Verfahren reduziert oder verlagert Belastungen in definierte Stoffströme, etwa in Feinfraktionen, Schlämme oder Prozessrückstände.

  • Welche Rückstände entstehen beim Waschverfahren?

    Typisch sind belastete Feinanteile, Schlämme, abgeschiedene Feststoffe und zu behandelnde Prozesswässer oder Wasseraufbereitungsschlämme.

  • Worin unterscheidet sich das Verfahren von einer reinen Siebung?

    Eine reine Siebung trennt nur mechanisch nach Korngrössen. Das physikalisch-chemische Waschverfahren ergänzt dies durch Nassprozesse und chemische Konditionierung.


Weitere Leistungen unter
Aufarbeitung von kontaminiertem Erdreich/Baurestmassen

  • Fraktionierung
  • Herstellung von Recycling-Produkten

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