Wie der Abholprozess im Modehandel abläuft
Die Bestellung wird im Onlinekanal erfasst und einer Filiale oder einem Lagerbestand zugeordnet. Danach folgen Reservation oder Kommissionierung, die Bereitstellung in der Filiale sowie eine Statusmeldung an die Kundschaft. Für die Übergabe werden in der Regel Bestellreferenz, Abholberechtigung und Zahlungsstatus geprüft. Der Prozess endet erst mit der physischen Aushändigung oder mit der Auflösung einer nicht abgeholten Bestellung.
Typische Einsatzfälle für Kleidung, Schuhe und Accessoires
Abholung im Store wird häufig für Artikel genutzt, bei denen Verfügbarkeit nach Grösse, Farbe oder Modell rasch wechselt. Sie eignet sich für Filialnetze, die Onlinebestellungen mit lokalem Bestand oder mit Anlieferung in die Filiale verbinden. Im Modeumfeld kommt sie auch dort vor, wo Kundinnen und Kunden die Ware vor Ort entgegennehmen und je nach Händler direkt anprobieren oder ergänzende Artikel auswählen.
Prozessvarianten nach Bestandsquelle und Zahlungsmodell
Die Bereitstellung kann aus dem Filialbestand oder aus einem zentralen Lager erfolgen. Je nach System wird die Ware sofort reserviert, erst nach Prüfung freigegeben oder filialspezifisch nachgeliefert. Auch bei der Zahlung gibt es Unterschiede: Vorabzahlung im Onlineshop, Freigabe erst nach erfolgreicher Autorisierung oder Bezahlung bei Übergabe. Zusätzlich unterscheiden sich Händler bei Abholfrist, Teilverfügbarkeit einzelner Positionen und beim Umgang mit stornierten oder nicht abgeholten Bestellungen.
Abgrenzung zu Versand und Retourenmanagement
Abholung im Store gehört im Omnichannel-Modell zur Übergabe einer online ausgelösten Bestellung in einer Filiale. Im Unterschied zum Versand erfolgt keine Zustellung an eine Adresse oder externe Abholstelle. Vom Retourenmanagement unterscheidet sich die Leistung dadurch, dass sie den Bereitstellungs- und Übergabeprozess vor der Nutzung der Ware abdeckt, nicht die Rücknahme, Prüfung oder Wiedereinlagerung nach dem Kauf. Sie ist auch nicht mit dem klassischen Filialkauf gleichzusetzen, weil Bestellung, Bestandszuordnung und Statusführung digital gesteuert werden.