Was Vollgipsplatten auszeichnet
Vollgipsplatten bestehen vollständig aus Gips und unterscheiden sich damit konstruktiv von kartonummantelten Platten. Die Materialstruktur ist durchgehend homogen, was für Bearbeitung, Kantenbildung und Oberflächenaufbau relevant ist. Verarbeitet werden sie als trockene Ausbauplatten in abgestimmten Systemen oder als Teil von Innenbekleidungen.
Typische Anwendungen im Innenausbau
Eingesetzt werden Vollgipsplatten bei Wand- und Deckenbekleidungen, bei Verkleidungen von Installationen sowie bei Ausbauten mit erhöhten Anforderungen an eine saubere, plane Oberfläche. Sie kommen vor allem in beheizten Innenräumen zum Einsatz. Welche Konstruktionen möglich sind, hängt vom jeweiligen Plattentyp, vom Untergrund und vom vorgesehenen Aufbau ab.
Formate, Kanten und Verarbeitung
Vollgipsplatten sind in unterschiedlichen Abmessungen und Kantenformen erhältlich. Für die Ausführung relevant sind unter anderem Fugenbildung, Befestigungsart, Unterkonstruktion und der geplante Oberflächenaufbau. Je nach System werden die Platten verspachtelt, beschichtet oder mit weiteren Schichten kombiniert.
Abgrenzung zu Gipskartonplatten und Gipsdielen
Innerhalb der Gipsprodukte sind Vollgipsplatten von Gipskartonplatten klar zu trennen: Gipskartonplatten besitzen kartonierte Deckschichten, Vollgipsplatten nicht. Gegenüber Gipsdielen, die häufig als massive Elemente für nichttragende Innenwände verwendet werden, sind Vollgipsplatten stärker auf flächige Bekleidungen und plattenspezifische Aufbauten ausgerichtet. Sie sind zudem nicht mit der Leistung Zwischenwände gleichzusetzen, da diese die gesamte Wandkonstruktion beschreibt und nicht nur das verwendete Gipsprodukt.